Blood. Sugar. Sex. Magic.FragebogenFriska ViljorInterviewJoakim SveningssonKünstler-die-wir-liebenMusik

Friska Viljor: „Kurzfristig würde es helfen, Sex zu haben und einfach weiter zu trinken“

Sänger Joakim von Friska Viljor im Fragebogen-Interview über Freunde, Lust, Laster und die besten Katerhilfsmittel.

Voll wichtig im Leben: Liebe. Sex. Rausch. Kunst. Brauchen wir irgendwie alle, und alle irgendwie anders. Ab sofort erzählen uns spannende Menschen in der “Blood. Sugar. Sex. Magic.”-Kolumne, was genau sie darunter verstehen.

Was hilft gegen einen Kater? Logisch: Sex. Und ein Bad. Und noch mehr Alkohol. Meint zumindest Joakim Sveningsson, Frontmann der Band Friska Viljor. Eine neue Folge der „Blood. Sugar. Sex. Magic.“-Kolumne.

Name: Joakim Sveningsson
Alter: 38
Geburtsort/Wohnort: Värnamo/Stockholm
Job: Sänger der Band Friska Viljor

 

Blood:

 

Meine Kindheit in drei Worten: Schmutz, Spiel und Spaß.

Der wichtigste Mensch meiner Jugend: Ich glaube, es gab nicht diesen einen Menschen, der besonders viel für mich bedeutet hat. Ich war damals Teil eines Freundeskreises, der sehr in sich geschlossen war, und ich schätze, es waren eben diese Freunde, die mich zu dem gemacht haben, was ich heute bin.

Zum ersten Mal wegen Liebe geweint habe ich: Als ich 14 war. Ein Freund von mir und ich waren auf eine Party eingeladen, und das Mädchen, in das ich damals verliebt war, war auch da, zusammen mit ihren Freundinnen. Irgendwann meinte jemand, das Mädchen würde mich auch mögen, ich sollte es mal ansprechen. Konnte ich aber nicht, ich war zu schüchtern. Auf dem Weg nach Hause habe ich deswegen geheult.

Das ist meine wichtigste Regel für Freundschaft: Vertrauen, das ist extrem wichtig in jeder Freundschaft. Wer nicht vertrauen kann, wird irgendwann unsicher, und Unsicherheit führt zu schlechten Entscheidungen. Sprich: Freundschaft vertan.

Das sind mein Zuhause und meine Familie in zehn Jahren: Es wird sich nicht viel verändert haben für meine Verlobte, unsere zwei Kids und mich, außer dass wir eben 10 Jahre älter sind und wahrscheinlich ein größeres Zuhause haben. Ansonsten bin ich glücklich, wenn es sein wird, wie es jetzt ist.

 

Sugar:

 

Mein erster Rausch war: Soweit ich weiß mit 13. Ich bin damals irgendwie an eine Flasche Jägermeister gekommen, habe sie viel zu schnell getrunken und später eine Stunde lang gekotzt.

Für eine gute Party brauche ich:

Bier: X

Wein: X

Schnaps: X

Zigaretten: X

Zucker: X

Koffein:

Wasser: X

Chips: X

Döner: X

Pizza: X

anderes: So viel wie möglich! Das garantiert dann auf jeden Fall eine gute Party. Aber Vorsicht: Nicht vergessen, die guten Freunde mitzunehmen! Die sind eh und immer am wichtigsten.

Gegen einen Kater hilft mir: Kurzfristig würde es helfen, Sex zu haben, ein Bad zu nehmen und einfach weiter zu trinken. Aber wenn man nicht mehr jung ist, diese Lösung nicht 12 Stunden lang durchhalten und immer wiederholen kann, wird’s schwierig, den Kater ganz auszuschalten.

Mein aktuell größtes Laster: Ich esse zu viel von allem, was schmeckt. Wenn was da ist, esse ich’s auf. Ist einfach so.

Niemals nehmen würde ich: Heroin, Methamphetamin, Selbstmord.

 

Sex:

 

Das Sex-Idol meiner Jugend war: Hatte ich irgendwie nicht. Aber wen ich damals ganz schön sexy fand, war Whitney! Sie sah unfassbar gut aus auf ihrem ersten Album, mit diesen Pfirsichfarben im Hintergrund.

Zum ersten Mal sexy fühlte ich mich mit: Haha! Habe ich wirklich nie! Ich bin aufgewachsen als dieses hässliche, schmutzige Kind und habe mich eigentlich nie verändert. Bis heute bin ich zumindest innerlich noch wie damals.

Jungs finde ich sexy wenn: Sie gut aussehen, Gutes denken und tun.

Mädchen finde ich sexy wenn: Siehe Jungs, nur in umgekehrter Reihenfolge.

Drei Songs, die für mich nach Sex klingen:

“You Give Good Love” – Whitney Houston

”Greatest Love Of All“ – Whitney Houston (und das nur wegen eines winzigen Gesangparts, den sie hier hat)

“All At Once“ – Whitney Houston

 

Magic:

 

Das kann ich und andere nicht: Länger als eine Stunde nicht aufs Handy gucken. Das täte allen anderen auch mal gut. Die Welt ist nicht mehr dieselbe, wenn sich niemand mehr in die Augen sieht.

Ich bin Künstlerin, aber mein Geld könnte ich auch hiermit verdienen: Ich bin Kunstlehrer. Ich könnte Kinder bis zum Alter von 12 Jahren unterrichten. Möchte ich im Moment aber nicht.

Dieser Künstler / diese Künstlerin berührt mich extrem: Im Moment schaffen das nur schwedische Künstler. Aber ich könnte ein paar Namen nennen von Künstlern, denen das in der Vergangenheit gelungen ist: Anthony And The Johnsons, Sigur Ròs, Youth Lagoon. Vor allem, weil sie alle so zerbrechlich klingen und ihre Musik benutzen, um ihre Traurigkeit noch zu erhöhen.

Diese Zauberkraft will ich: Die Zeit beeinflussen können.

Diesen Aberglauben habe ich: Habe keinen. Ich bin ein Superrealist.

 

Hier findest du alle Folgen der “Blood. Sugar. Sex. Magic.”-Kolumne. U.a. mit Leslie Clio und Denyo.

 

Bild: Joakim von Friksa Viljor

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