Zum Gedenktag: Der Alltag eines jüdischen Jugendlichen

Bild von Auschwitz

Der Holocaust des nationalsozialistischen Deutschland unter Hitler ist für viele, gerade junge Menschen, sehr abstrakt. Am Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus müssen wir auf die heutige Gesellschaft blicken und auch unser eigenes Handeln reflektieren. Der Film “Masel Tov Cocktail” zeigt dabei die Realität eines Jungen jüdischen Glaubens. Wir stellen ihn vor und erinnern uns.

Der 27. Januar ist bundesweiter Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. Unter den Opfern waren Jüdinnen und Juden, Kinder, Behinderte, Widerstandskämpfer*innen und Homosexuelle. Vor 76 Jahren geschah ein wichtiger Befreiungsschlag: die Rote Armee befreite das größte Vernichtungslager des NS-Regimes, Auschwitz-Birkenau. Wir erinnern uns heute an den Holocaust, den größten Massenmord der Menschheit, aber auch heute sind die Verbrechen der Nationalsozialist*innen noch sichtbar in unserer Gesellschaft. Zumindest für die, die hinsehen wollen.  

Inhaftierte Kinder kurz vor der Auschwitz-Befreiung 1945, fotografiert von ukrainischen Soldaten. Fotoquelle: USHMM/Belarusian State Archive of Documentary Film and Photography / Wikicommons
Die deportierten Menschen mussten all ihr Hab und Gut abgeben. Die beschrifteten Koffer türmen sich und stehen für alle ermordeten Häftlinge dort. Fotoquelle: Wikicommons
Eine Rose vor dem KZ Auschwitz
Fotoquelle: (c) C.Puisney / Wikicommons

Auf den Fotos sieht man nur Ausschnitte aus der Zeit der Vernichtungslager der NS. Alleine in Auschwitz sollen 1,3 Millionen Menschen ermordet wurden sein. Heute können wir Auschwitz besuchen und sehen dort dichtgeschobene Schlafkammern, tausende herrenlose Schuhe und Kleidungsstücke. Nach der Deportation wurde den Menschen dort jeglicher Besitz abgesprochen. Außerdem können wir die Gaskammern sehen, die Drahtzäune und Todesstreifen. Wer heute Auschwitz besucht sieht die schreckliche Realität einer Welt, die es vor knapp 76 Jahren noch gab, und die immer noch ihre Schatten nach sich zieht.

Als Kölnerin liebe ich jedes bunte, tratschige oder politische Thema. Daneben findet man mich auf der Yogamatte oder in der nächsten Eckkneipe, immer im Gespräch mit anderen Menschen.