Ein Leben, eine Liebe: Die Geschichte dieses Ehepaars geht einem ans Herz

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An die ewige Liebe glauben wir schon lange nicht mehr. Klar gibt es Beziehungen, die gut funktionieren. Für den Moment. Aber im Grunde haben wir uns doch irgendwie mit wechselnden Partnern, enttäuschenden Tinder-Dates und emotional unbeteiligten Liebeleien abgefunden.

Bei Violet und Floyd Hartwig war das anders. Die 89-Jährige und der 90-Jährige blieben zusammen – bis in den Tod. 67 Jahre Ehe verbrachten sie gemeinsam. Auch in den schweren Tagen von Demenz und Krebs. Am 11. Februar 2015 starb Floyd, wie Fresno Bee berichtet. Vioelets Hände fest umschlossen. Sie folgte ihm nur fünf Stunden später.

Kennengelernt haben sich die beiden Kalifornier schon als Kinder. Ihre Beziehung wurde jedoch durch den zweiten Weltkrieg unterbrochen. Mehr als 130 Liebesbriefe haben sie während dieser Zeit ausgetauscht. Bis Floyd endlich zurück kam, sie heirateten und drei Töchter großzogen.

 

Es zerreißt einem förmlich das Herz

 

Eine ähnliche Liebesgeschichte schrieben vergangenes Jahr auch Don und Maxine Simpson, wie die Welt berichtete. Nach 64 Jahren Beziehung starben beide – ebenfalls Hand in Hand. Ein Leben ohne den Partner scheint in solchen Fällen nicht vorstellbar zu sein. Ein Phänomen, das möglicherweise mit einem gebrochenen Herzen zusammenhängen könnte.

Symptome eines gebrochenen Herzes sind ähnlich derer eines Herzinfarkts: Brustschmerzen und Atemnot. Ein Herz kann nämlich nicht nur emotional, sondern auch physisch brechen, heißt es bei Ozy. Dann, wenn jemand ein emotionales Trauma erlebt, wie den Tod einer geliebten Person. Und ein Herz repariert sich nicht von selbst, wie eine aktuelle Studie der University of Aberdeen belegt. Experten sprechen dabei vom “Broken-Heart-Syndrom”. Es zerreist einem förmlich das Herz.

Am Ende ist die Geschichte von Violet und Floyd also schön und traurig zugleich. Sie erinnert uns daran, dass es sie doch noch gibt: die ewige Liebe. In einem Video hat eine der Töchter von Floyd und Violet die Geschichte dieser Ehe aufgearbeitet.

 

 

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Bildquelle: Screenshot über YouTube

Redakteurin vom Dienst: Ich bin ein klassisches Opfer der Orientierungslosigkeit nach dem Studium. Noch bezeichnender: Bachelorette der Medienwissenschaften. Erfülle auch sonst - mit ungewolltem Schneid - viele nervige Klischees meiner Generation. Habe eigentlich immer Angst, möchte mich gerne selbstverwirklichen, am liebsten kreativ sein, mich mit Lifestyle, Subkulturen und Musik auskennen. Bin jedoch zuversichtlich, diese Klischees nach meinem Praktikum bei ZEITjUNG.de zu überwinden, wirklich Bescheid zu wissen und einen lässigeren Beschreibungstext verfassen zu können.