Drei Männer wollen einander heiraten: So reagiert deren Heimatland

hochzeit in kolumbien homo maenner die tanzen

Der Schauspieler Victor Hugo Prada Ardila ist einer der Bräutigame. Er berichtet, dass sie eigentlich zu viert gewesen wären, jedoch einer von ihnen an Krebs verstorben sei. Die drei Verbliebenen leben schon seit Jahren zusammen und wollten nun das Ehegelübde sprechen. In Kolumbien sind Dreier-Beziehung dieser Art keine Seltenheit, meist leben sie jedoch nur in eingetragenen Partnerschaften zusammen – dies könnte sich jetzt bald ändern. Zwei der drei Männer waren schon zuvor echte Vorreiter, denn der Sportlehrer und der Journalist feierten im Jahr 2000 die erste Schwulen-Hochzeit des Landes. Na, hoffentlich können wir diese in Europa künftig auch überall feiern.

 

Vorreiter Holland

 

Holland war weltweit das erste Land, welches die gleichgeschlechtliche Ehe im April 2001 vollwertig anerkannte. Homosexuelle Ehepaare haben hier genau dieselben Rechte wie heterosexuelle und dürfen unter anderem Kinder adoptieren. Belgien, Spanien und Kanada zogen schon 2003 und 2005 nach. Auch dort ist es für jeden gleichermaßen möglich, Kids zu adoptieren oder sich das Ja-Wort zu geben. Nach und nach zogen immer mehr Länder nach und ermöglichten es so Hunderttausenden ihre Liebe offiziell zu besiegeln. Seit 2015 beschloss auch der oberste Gerichtshof der USA, dass die gleichgeschlechtliche Ehe in jedem US-Staat erlaubt ist.

 

Unterschiede im Adoptions- oder Steuerrecht

 

 

In vielen Ländern können homosexuelle Paare zwar immer noch nicht heiraten, aber ihre Beziehungen immerhin als eingetragene Lebenspartnerschaft offiziell machen. So auch in Deutschland. Bedauerlicherweise existieren in vielen Ländern immer noch rechtliche Unterschiede zwischen Hetero- und Homo-Ehen, vor allem im Bezug auf das Adoptions- oder Steuerrecht. In Ländern wie Luxemburg, Frankreich und Belgien haben homosexuelle wie auch heterosexuelle Paare sogar die Wahl zwischen einer Ehe und einer eingetragenen Partnerschaft. In Deutschland können schwule oder lesbische Paare zwar von dem sogenannten Stiefkindadoptions-Recht Gebrauch machen, ein fremdes Adoptivkind können sie jedoch leider noch nicht annehmen.

Zum Glück hat sich in den letzten 14 Jahren einiges getan und wir sind definitiv auf einem guten Weg, doch es gibt nach wie vor viel zu viele rechtliche Steine und Hürden für Schwule und Lesben. Diese gilt ist in Zukunft aus dem Weg zu schaffen, dabei sollten wir uns ein Beispiel an Kolumbien nehmen.

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