Diese Comicfigur zeigt uns, wie scheiße ihr Tag war

Comicfigur Instagram Blair Depression

Hannah Frontzek

Heute ist ein Blair-Tag. In anderen Worten: Heute ist ein deprimierender Tag. Blair, im August 2014 in Los Angeles geboren, ist keine ganz gewöhnliche Frau. Sie ist zwar meistens griesgrämig und bedrückt, ähnlich wie viele andere Menschen. Das Ungewöhnliche an ihr ist allerdings ihre Zweidimensionalität. Ihre Welt ist Instagram.

 

Auch zweidimensionale Figuren können Gefühle ausdrücken.

 

Mo Welch, die amerikanische Komikerin, ist Erfinderin und sozusagen Mutter von Blair. Die Figur ist in einer Lebenskrise der Künstlerin auf dem Papier entstanden. Für Welch war es das Beste, was ihr in dieser Phase passieren konnte.

Gegenüber The Daily Dot beschreibt sie ihre damaligen Entstehungsgedanken zu Blair: „Oh, I wanna try to draw a comic, because I want it to be super simple, just about the joke or the feeling.“ Blair drückt in ihren Zweizeilern und Mimiken eine Krise aus, die nach Welch jede Person im kreativen Bereich schon einmal durchlebt hat.

Bei Blair geht es Welch nicht darum, außerordentlich lustig zu sein, sondern dass Blair deprimierende Gedanken präsentiert, die die Betrachter zum Lachen bringt. Was Welch besonders an Blair begeistert, ist, dass die Reaktionen auf ihre Figur nicht kurzlebig sind. Wenn sie auf der Bühne steht, erntet sie Lacher und Applaus und schon sind die Komplimente verhallt. Das ist völlig anders mit Blair: Auf Instagram kann die Komikerin die Reaktionen auf ihr Projekt Blair lesen.

Viele Instagram-User identifizieren sich mit Blair. Diese Resonanz zeigt Welch, dass wir eben alle deprimiert sind.

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#Tbt #barelyblair

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