Foto-Serie: Die Skate-Girls in Afghanistan

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Die britische Fotografin Jessica Fulford-Dobson hat wochenlang afghanische Mädchen beim Skateboarden begleitet und das in Bildern dokumentiert. Die Fotos von den skatenden Mädchen gibt es nun in einer Londoner Ausstellung zu sehen. Oft stammen die Mädchen aus armen Verhältnissen und werden deswegen von der 2007 gegründeten Hilfsorganisation „Skateistan“ unterstützt.

Die Aktion ist gleich doppelt schön, erstens wird hier ein sinnvolles Hilfsprojekt in Kabul unterstützt und zweitens wird Skaten meistens eher als männliche Sportart gesehen. Doch in der Foto-Serie geht es um afghanische Mädchen, denen in ihrer Heimat viele Sportarten und das Fahrradfahren verboten sind. Dank „Skateistan“ können sie endlich die Freiheit auf dem Skateboard genießen. Inzwischen ist Skateboarden die Sportart Nummer eins für Frauen in Afghanistan, eine bemerkenswerte Entwicklung.

Die Eltern waren anfangs noch skeptisch, da sie von Skateboards noch nie etwas gehört haben. Doch die von einem Australier gegründete Hilfsorganisation befindet sich inzwischen komplett in afghanischer Hand. Die Afghanen haben bemerkt, dass ihre Kinder sich durch das Skaten besser fühlen. Bei Skateistan können sie abschalten von Gewalt und Krieg in Afghanistan. Für die jüngeren Kinder gibt es ein Mentoren-Programm. All das hat die Britin Jessica Fulford-Dobson in ihrer Ausstellung dokumentiert und dabei herzzerreißende Bilder geschaffen.

Die internationale Hilfsorganisation ist derweil auch in Kambodscha und Südafrika tätig.

Autor: Ich bin Student der Sozialwissenschaften - mache ansonsten ganz viel Radio und bin ein Geek in Sachen Musik. Wenn ich mal gerade nicht einer Band ein Mikro ins Gesicht halte suchte ich gerade den neuesten Serienhit oder züchte meinen Rauschebart.