Wird Kalifornien Spitzenreiter im Kampf gegen den Klimawandel?

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Es ist flächenmäßig der drittgrößte Bundesstaat der USA. Kein Bundesstaat kommt ansatzweise an die Bevölkerungszahl heran. In der Liste der größten Ökonomien der Welt steht er auf Platz sieben. Kalifornien – The Golden State. Mit dieser enormen Wirtschaft und der hohen Bevölkerungsdichte wird die Umwelt allerdings stark belastet. Das soll sich in den nächsten Jahren radikal ändern.

In Sachen Treibhausgase liegt Kalifornien auf einem ernüchternden zweiten Platz. Nach Texas wird dort die Atmosphäre in den USA am meisten belastet. Es sind vor allem die Millionenstädte Los Angeles und San Diego, die ordentlich damit zu tun haben. Man kennt es aus Nachrichten, Serien, Filmen, oder hat es selbst schon mal miterlebt. Auf den Straßen in, um und zwischen den Städten, grenzt es an ein Wunder, wenn man nicht mindestens fünf Mal am Tag in Stau landet. An die 32 Millionen Autos sind in Kalifornien unterwegs.

 

Der neue Weg

 

2006 gab der Gouverneur des Staates bekannt, dass sich bis 2030 einiges ändern muss. Jerry Brown legt viel Wert auf mehr Einsatz von erneuerbaren Energien. Die Hälfte der Elektrizität und die Energieeffizienz öffentlicher Gebäude sollen von diesen alternativen Lösungen kommen. Gesetze wurden erlassen, die den Benzinkonsum reduzieren sollten. Man will sich mehr auf Bio-Kraftstoffe konzentrieren. Und das klappt. Seitdem der „Global Warming Solutions Act“ gestartet wurde, ging der Konsum von fossilen Kraftstoffen um ganze neun Prozent zurück.

Doch das ist in den Augen mancher Politiker nicht genug. In den nächsten Jahren sollen Gesetze besprochen und entwickelt werden, damit der Konsum von fossilem Benzin auf die Hälfte runtergeschraubt wird. Damit setzt Kalifornien ein großes Zeichen, dass auch die USA bei einem Klimawandel mitwirken wollen. Allerdings muss die kalifornische Regierung mit einem harten Kampf rechnen. Denn gegen die Reformen im Kraftstoffbereich stellt sich ein mächtiger Gegner: die Öl-Lobby. Laut dem Mother Jones, hat allein letztes Jahr der größte Lobby-Konzern, Western States Petroleum Association, fast 10 Millionen Dollar in ihre Machtkämpfe investiert. Genau wie im Streit um die Waffengesetze ist auch im Kraftstoffstreit die amerikanische Bevölkerung tief gespalten. Während sich viele Menschen einen Wandel im Klimagedanken wünschen, gibt es auf der anderen Seite zurückgeblieben Rednecks, die eine Benzinschleudern nach der anderen in ihrer Garage kreieren.

 

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Bildquelle: Pexels über CC0

 

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