Willst du deinem Kind das Leben versauen? Dann nenn es Kevin!

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Bestimmt hast du dich in deiner pubertären Hochphase auch über deinen Vornamen aufgeregt. – Was haben sich meine Eltern nur dabei gedacht? Der Name passt doch überhaupt nicht zu mir. Hätten sie sich nicht etwas anderes ausdenken können? – Du hast dir Hunderte von besseren Alternativen überlegt, hast vielleicht sogar versucht, einen dieser Namen als Spitznamen unter deinen Freunden zu etablieren, was in 99 Prozent der Fälle wohl nicht geklappt hat. Und irgendwann hast du aufgegeben. Du musstest deinen Namen akzeptieren. Schließlich ist er ein Teil von dir. Wie viel Einfluss dein Vorname auf dich persönlich hat, hat jetzt eine Studie israelischer Wissenschaftler herausgefunden, wie die Morgenpost berichtete.

 

Wir brauchen Schubladendenken

 

Bereits als Kind bekommst du von deinen Eltern immer wieder gepredigt, Menschen nicht nach dem Aussehen zu beurteilen. Doch natürlich tun wir alle das trotzdem. Unser Gehirn braucht dieses Schubladendenken, um Menschen einschätzen zu können. Wir schließen vom Aussehen direkt auch Charakter, Intelligenz und Vertrauenswürdigkeit. Doch können wir über das Aussehen einer Person auf den Namen derselben schließen? Namen wie Kevin, Chantal oder Dennis sind von der Gesellschaft eher negativ belegt. Gertud, Brunhilde oder Karl sind Namen, die uns sofort an unsere Großeltern erinnern. Ist es also möglich, nur durch ein Foto den Namen der abgebildeten Person zu erraten?

 

 

Laut den israelischen Wissenschaftlern kann man diese Fähigkeit sogar Computern beibringen. Für ihre Studie legten sie Hunderten von Probanten Fotos und jeweils vier oder fünf verschiedene Namen vor. Sie sollten anhand des Aussehens den richtigen Namen auswählen. Die Versuchspersonen schafften es deutlich häufiger als nach dem Zufallsprinzip die richtigen Namen zuzuordnen, je nach Experiment in 25 bis 40 Prozent der Fälle. Die Wissenschaftler fanden außerdem heraus, dass die Herkunft und die kulturellen Einflüsse der abgebildeten Menschen die Ergebnisse beeinflussen. So konnten beispielsweise französische Testpersonen französische Namen und Gesicher besser zuordnen. Außerdem können einzelne kontrollierbare Merkmale, wie etwa die Frisur, die Trefferquote erhöhen.

CvD: Ich studiere eine Kombination aus Soziologie und Politikwissenschaft an der Uni Augsburg. Meine politische Bildung habe ich jedoch eher durch gemütliche Weinabende mit Freunden als durch Anwesenheit in der Uni ausgebaut. Auf der Suche nach einer Antwort auf die Frage „Und, was machst du nach dem Studium?“ bin ich wieder zum Schreiben gekommen.