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The O Project – So sehen Frauen beim Orgasmus aus

Dieser Fotograf hat eine klare Message: Weibliches, sexuelles Wohlbefinden sollte kein Tabuthema sein!

2018 – Weibliches, sexuelles Wohlbefinden ist immer noch kein Thema, über das überall auf der Welt heiter und offen geplaudert wird. Schluss damit! Let’s talk about it. So sieht das auch Marcos Alberti, der brasilianische Fotograf und Filmemacher startete zusammen mit Smile Makers ein Projekt, das es so zuvor nie gab. Er potraitierte 22 Frauen aller Nationalitäten vor, während, und nach ihrem sexuellen Höhepunkt, der ihnen durch Vibratoren beschert wurde. Habt ihr euch vielleicht auch schon einmal gefragt, wie sich die Gesichtsfarbe, der Ausdruck, ja der Körper überhaupt verändert, während ihr einen Orgasmus erlebt und/oder euch davon „erholt“?

Die Message dieser Fotos geht jedoch noch viel tiefer. Scham und Geheimnisse waren gestern, Selbstbewusstsein und Glück sind es heute. Diese Fotos zeigen glückliche Frauen, die ihr Erlebnis genießen.

„(…)Wenn du dich einem Tabuthema durch die Linse des Humors näherst, fangen die Leute an, offener zu werden und ihre Meinungen freier auszutauschen, was zu einem grundlegenden Wandel in den Mentalitäten der Menschen führen kann.“ – Marcos Alberti

Wir haben Marcos noch ein paar Fragen zu seinem feuchtfröhlichen Projekt gestellt.

 

ZEITjUNG: Was hat dich dazu veranlasst, das Projekt zu starten?

Marcos: Ich habe einen Anruf der Firma „Smile Makers“ bekommen. Sie fragten mich, ob ich ein Projekt für sie zum Thema weibliches sexuelles Wohlbefinden machen würde. Ich glaubte an ihr Vorhaben und die Message, die sie transportieren wollen und entschied mich, die Entwicklung der Orgasmus-Gesichter durchzuführen. Seit meinem letzten Projekt „The wine project“ hatte ich eine Menge Anfragen, die gleiche Art Projekt mit vielen unterschiedlichen Dingen durchzuführen. Aber ich habe an keine der Botschaften der Vorschläge geglaubt. Bei der Idee von Smile Makers war das anders. Ich startete das Projekt bereits zwei Monate nach dem ersten Telefonat. Ich war wirklich überzeugt davon und liebte es.

 

Wo hast du die Frauen gefunden und wie hast du sie überzeugen können, ein Teil des Projekts zu werden?

Fan Yang, der globale Brand Manager von Smile Makers, postete auf Facebook, dass ich in Singapur sein werde, um ein ähnliches Projekt wie das Wine Project für eine weibliche Marke zu shooten. Als erstes wollten 200 Frauen mitmachen, aber je mehr wir ihnen erklärten, was ihr Job sein würde, desto weniger erklärten sich dazu bereit, teilzunehmen. Am Ende hatten wir 22 unglaubliche Frauen.

 

Kannst du uns ein bisschen etwas über das Making-Of erzählen?

Mein hauptsächliches Anliegen bestand darin, sowohl ihre Privatsphäre zu wahren und dafür zu sorgen, dass sie sich vor der Kamera wohl fühlen. Ich kreierte also einen Vorhang mit einem Loch für die Kamera und einen Tisch, unter welchem sie ihre Beine positionieren. So waren sie sicher, dass nur ich ihre Gesichter sehen konnte. Ich sprach immer vor dem Shooting mit ihnen, um sie kennenzulernen und damit wir unsere Geschichten austauschen konnten.

 

Was ist deine Message an die Welt? Was würdest du gerne am momentanen Bild der weiblichen Sexualität ändern?

Ich will die Mauern weiblicher Sexualität einreißen. Weibliches, sexuelles Wohlbefinden ist ein Tabu und viele Menschen reden nicht darüber. Ich möchte diese Konversation auf eine lustige und lockere Art beleben.

 

Was denkst du, ist der größte Unterschied zwischen einem weiblichen und einem männlichen Orgasmus?

Männer sind offener dafür. Für Frauen ist er intimer und besonderer. Bei Männern ist er sichtbarer, die meisten Frauen hingegen schließen ihre Augen während des Orgasmus. Ihre Körper verändern sich viel mehr.

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