Illustrationen: Verrückte Situationen im Beziehungsalltag, die wir nur zu gut kennen

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Einer dieser Tage… – Der Name trifft’s wohl ins Schwarze. Denn Yehuda Devir zeichnet zusammen mit seiner Frau Maya Comics über genau diese Tage, diese Situationen in Beziehungen, die fantastisch klischeehaft, stereotypisch und doch so unfassbar wahr sind. Zum Totlachen, zum Wahnsinnigwerden oder irgendwas dazwischen. Eins ist jedenfalls klar: Wir finden uns alle wieder in diesen Situationen, die Yehuda und Maya mit ihrer Comicserie „One of those days“ erschaffen haben.

By the way: Die kleine Love-Story, die Yehuda uns erzählt hat, wollen wir euch natürlich nicht vorenthalten:

Yehuda und seine Frau Maya trafen sich in jungen Jahren. Beide kreative Künstlertalente, entschieden sie sich, zusammen an der Academy of Art and Design in Jerusalem zu studieren. Seither arbeiten sie Vollzeit als Illustratoren und Grafik Designer. Die folgende Comicserie der beiden begann, als sie nach Tel Aviv zogen, oder es zumindest versuchten. Denn ein schönes Apartment in Tel Aviv zu finden soll mit ein paar Problemchen verbunden sein. Maya hatte die Idee, lustige Comics zu kreieren, während sie ihre Freunde um Hilfe bei der Wohnungssuche baten. Die Comicserie war geboren. Heute veröffentlichen sie jede Woche eine Situation, die an einem dieser Tage ganz normal ist.

Wir haben Yehuda ein paar Fragen zu den Comics gestellt.

 

ZEITjUNG: Was war die Idee hinter den Comics?

Yehuda: Comics aus „One of those days“ basieren auf wahren Momenten aus unserem Leben. Wir haben herausgefunden, dass sich viele Leute mit diesen Momenten identifizieren können, sich darin selbst wiederfinden. Wir waren also nicht allein und das hat uns gefreut!

 

Kannst du uns ein bisschen etwas über den Prozess erzählen? Wie lange dauert es, bis so ein Comic fertig ist?

Wir arbeiten zusammen an diesem Projekt. Wenn etwas Interessantes passiert, was wir illustrieren können, entwickeln wir das Konzept und machen ein paar Kompositions-Sketche. Danach setze ich mich an die Arbeit und zeichne. Wenn ich fertig bin, fügt Maya ihre Vorschläge hinzu, z.B. Farben, Typographie, usw.

 

Einige eurer Comics sind sehr stereotypisch. Welches Ziel verfolgt ihr? Steckt eine Message hinter eurer Serie?

Egal, wo du herkommst, welche Hautfarbe du hast, wie deine soziale und/oder ökonomische Situation ist: Wir sind alle Menschen, die die gleichen Momente erleben und die gleichen Probleme haben. Wir müssen auf die schönen Momente im Leben schauen. Humor ist das Schlüsselwort!

Nach zwei halbherzigen Semestern an der Uni war ich durch mit dem Thema Sozialwissenschaften. Die gute alte „Selbstfindung“ musste auch von mir in Angriff genommen werden. Vier Monate Arbeitsleben pur in Österreich und nochmal vier Monate Reisen in Südostasien später, fand ich meine tiefe Liebe für das Schreiben. Und sonst so? Ich bin auch noch unfassbar gut darin, teure Dinge zu verlieren, gerate oft unnötigerweise in Zeitnot und bin ein Profi im Analysieren. Wenn ich euch nicht gerade mit meinen Artikeln beglücke, bin ich in den Bergen, fange neue Perspektiven ein, reise durch die Welt oder verhelfe anderen Menschen zu ihren Reisen in ferne Länder. Oder aber ich tänzle mit einem verdammt guten Glas Rotwein durch die Küche, den Duft eines weltklasse Risottos in der Nase. Alles, bloß keine Monotonie. Und sonst so? Ich bin auch noch unfassbar gut darin, teure Dinge zu verlieren, gerate oft unnötigerweise in Zeitnot und bin ein Profi im Analysieren. Wenn ich euch nicht gerade mit meinen Artikeln beglücke, bin ich mit dem Snowboard auf der Piste, im Zug, beim Kochen zuhause oder in einem fernen Land. Alles, bloß keine Monotonie.