Leon Windscheid lacht

Leon Windscheid: Über den Umgang mit der Angst

Millionen Leute leiden in Deutschland unter Angststörungen, da gibt es Sorgen, die sich nur noch im Kopf austragen, die sind wirklich eingeschränkt. Phobien zum Beispiel vor sozialen Situationen. Oder es gibt Panikattacken, die wie aus dem Nichts auftauchen. Im Leben dieser Menschen passiert genau das, was eigentlich in diesem Zitat steht. Sie bekommen Angst vor der Angst. Nicht die Angst selbst ist das Problem, sondern der Umgang damit. Sie fürchten sich vor der Angst und entwickeln dann Strategien, die nicht funktionieren. Aber es geht am Ende uns allen so, egal ob Angststörung oder nicht.

Ja, Angst fühlt sich schrecklich an, Angst fährt uns hoch, engt unseren Blick ein und setzt uns die Scheuklappen auf. Aber in diesem Moment stellt sie auch den Fokus scharf und gibt uns Energie, um eine Herausforderung, die vor uns liegt, zu bewältigen. 

Stimmt es, dass du selbst bei Vorträgen zu Uni-Zeiten sehr nervös warst?

Total, auch heute noch. Ich bin ja mittlerweile oft auf Bühnen und es gibt jedes Mal diesen Moment, in dem ich merke, dass das Lampenfieber kommt. Selbst wenn man das öfter gemacht hat, ist man immer noch hibbelig. Aber ich weiß, was in den Referaten früher aufgrund der fehlenden Erfahrung anders war, was mich erwartet. Und so ist meine Angst vor der Angst verschwunden.

2019 ist Leon Windscheid im Rahmen eines TEDx Talks zu sehen.