Hippie-Tante Titel

10 Deutsche, die man auf Reisen trifft

Von Nina Vogl

Die Deutschen gelten als besonders reiselustig. Ihr Lieblingsreiseziel ist zwar die eigene Bundesrepublik, doch trifft man auch an den abgelegensten Fleckchen Erde auf seine Landsmänner und -frauen. Ein australischer Abenteurer meinte einst, wenn er im Outback auf einen Fremden treffe, zuallererst versuche, auf Deutsch zu kommunizieren. Die Wahrscheinlichkeit der Verständigung sei einfach am größten.

Auch in Sachen Beliebtheit ist Deutschland im internationalen Vergleich vorne mit dabei. Verantwortlich dafür sind vermutlich eher Bastian, Mesut und Thomas als Angie, Sigmar und Wolfgang. Deutschland hat also einen guten Ruf in der Welt. Einziges Problem an der Sache: Der Deutsche selbst. Denn so beliebt unser Land auch sein mag, zu uns selbst haben wir ein eher schwieriges Verhältnis. So fliehen wir für ein paar Tage oder Wochen im Jahr aus der Heimat. Hinaus in die Ferne, um dem Alltagstrott zu entkommen. Und den Alltagstrotteln. Umso schlimmer, wenn der idyllische Ausblick oder das entspannte Abendessen jäh von einem:  „Duuuu, Hoorst, kannsch du bidde mal ein Foddo machen?“ unterbrochen wird.

 

Fremdschämen in Sandalen

 

Der weltmännische Tourist, der zuvor fachkundig und möglichst akzentfrei einen „Coq au Vin avec un vin de maison“ bestellt hat, verfällt sofort in Fremdscham und Schockstarre. Das Letzte, was er möchte, ist einem anderen Deutschen im Urlaub zu begegnen. Oder noch schlimmer: Auf Anhieb als ein solcher entlarvt zu werden.

Folgende Liste hilft, die gängigsten deutschen Touristen schon hunderte Meter gegen den Wind zu erkennen, um ihnen möglichst weiträumig ausweichen zu können.

  • Malle assi

    1

    Der Mallorca-All-Inclusive-Assi

    „Malle ist nur einmal im Jaaaahr!“
    Dieser Mitmensch ist einer von der ganz subtilen Sorte. Seine Spezies tummelt sich an den Partystränden Europas. Auch bei seinem 17. Mallorca-Urlaub bestellt er noch: „Una Bier, grazie Schätzelein.“ Die vom All-Inclusive-Bändchen abgeschnürte Hand hält wahlweise ein alkoholisches Kaltgetränk, ein imaginäres Mikrofon oder sich beim Kotzen verzweifelt am Rock der komatösen Angebeteten fest. Zum Frühstück gibt’s Bratwurst. Die Urlaubserinnerungen beschränken sich auf ein paar verwackelte Handyvideos. Gut, dass Malle nächstes Jahr schon wieder ist.