IdiotBox: Kinder vor dem Fernseher

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Der Fernseher ist nur einer von vielen Bildschirmen, auf den wir tag täglich meist mehrere Stunden starren. Mit ihrer Bilderserie „IdiotBox“ zeigt Donna Lee Stevens die widersprüchliche Beziehung, die wir zu Medien haben, und stellt mit ihren etwas erschreckenden Bildern ganz gerechtfertigt die Frage, ob unsere Technik Hysterie berechtigt ist. Auf ihren Bildern sind Portraits von Kindern zu sehen, die in einem dunklen Raum Fernseher schauen. Man sieht Menschen mit entgleisten Gesichtszügen und leerem Blick. Manche wirken hypnotisiert, andere wiederum machen den Anschein einfach keine Gesichtsnerven zu haben und wieder Andere verziehen ihr Gesicht zu einer Grimasse. Wahrscheinlich würde es uns allen genauso ergehen, wie diesen Kindern. Verfolgt man mit Spannung und Konzentration seine absolute Lieblings Serie und vergisst man dabei die Welt um sich herum, entgleisen uns allen die Gesichtszüge.

Kinder lieben es natürlich fernzusehen, aber lieben sie es vielleicht ein bisschen zu viel? Die Fotografin stellt sich diese Frage mit ihren Bildern: „Should we exhibit more caution about the role of technology in our children’s lives?“, wie sie auf ihrer Homepage schreibt. Eine eindeutige Antwort auf diese Frage gibt es wahrscheinlich nicht. Aber das ist auch gar nicht wichtig. Es reicht doch schon, wenn wir einmal kurz innehalten und über die Rolle der Medien in unserem eigenen Leben nachdenken und sie vielleicht auch überdenken. Genau das ist vermutlich das Ziel von Donna Lee Stevens mir ihrer „IdiotBox“. Genießen wir also die herrlich abstrusen Fotos und ertappen uns vielleicht das nächste Mal selbst mit einer schrecklich witzigen Grimasse vor unsrer Lieblingsserie.

Autorin: Ich soll hier schreiben, wer ich bin. Leider weiß ich das oft selbst nicht genau. Ich werd´s trotzdem versuchen: Ich bin eine Träumerin, hoffnungslos naiv und nicht allzu selbstbewusst. Wäre gerne flexibler, liebe es, zu reisen und kreativ zu sein. Kochen und Essen ist neben Schreiben meine große Leidenschaft. Momentan mache ich bei ZEITjUNG ein Praktikum und freue mich schon auf alle Erfahrungen, die ich während dieser Zeit sammeln darf. In meiner Freizeit bin ich am liebsten draußen, manchmal bringe minderjährigen Flüchtlingen aber auch Deutsch bei. Ansonsten, immer auf der Suche nach mir selbst.