Lieben, trennen, Freunde bleiben?

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Von Anika Landsteiner

„When you love someone and you break up – where does the love go?“

Wer wie ich seine Abende oftmals in einen Sex and the City-Marathon verwandelt, dem kommt dieser Satz sicherlich bekannt vor. Und ich finde ihn nicht nur schön, sondern vor allem die Frage interessant: Wo geht die Liebe hin, wenn wir uns trennen? Und versuchen wir manchmal nur deswegen Freunde zu sein, damit sie bleibt?

Wir lieben uns. Am Anfang leidenschaftlich, irgendwann wird es alltäglich. In vielen Fällen verabschieden wir uns voneinander. Stehen uns am Ende gegenüber, vielleicht schaffen wir es, uns dabei in die Augen zu blicken, vielleicht auch nicht.
Wir fragen uns die Fragen, die niemand laut aussprechen möchte: Wie geht es jetzt weiter? Sollen wir uns wirklich die ausgeleierte Nummer antun und sagen, wir würden Freunde bleiben? Den Schmerz aufschieben, denn man könnte sich schon morgen erneut verabreden. Aber gestehen wir uns doch zu allererst ein, dass unser ‚wir’, auf einmal auf ein ‚du und ich’ geschrumpft ist und dass diese Tatsache in den meisten Fällen einfach scheiße weh tut.

 

Freunde bleiben, ernsthaft?

 

Das Internet bietet reichlich Tipps und Tricks, um ohne große Schäden durch jede Trennung zu kommen. Während die einen auf den knallharten Cut zwischen beiden Parteien schwören, ermutigen uns die anderen, doch Freunde zu bleiben. Diese zum Teil halbgaren Weisheiten scheitern allerdings schon an der Tatsache, dass jede Beziehung anders ist, anders abläuft und demnach auch anders zu Ende geht.

In allerlei Liebesforen wird weiter diskutiert und sich die Frage gestellt, warum etwas, das so schön angefangen hat, manchmal gleichgültig und farblos enden muss. „Schlüpft die Liebe durch die Tür und löst sie sich dahinter einfach in Luft auf?“, fragt beispielsweise eine Userin, und wartet auf Antwort.

Autorin: Walle Sayer hat gesagt: "Jede Weltreise beginnt auf einem Dreirad, eine staubige Hauptstraße hinunter, an drei Misthaufen vorbei“. Und diesen Prozess kenne ich gut. Das Reisen und Schreiben geht bei mir Hand in Hand, der vielleicht schönste Beruf der Welt, der auch verdammt anstrengend sein kann. Da hilft nur Rotwein am Abend, Kaffee tut's aber auch. Lesen kann man das alles hier oder hier. Aufsteigen, Abfahrt!