Nackte und natürliche Selbstporträts: Besondere Urlaubsfotos von Magdalena Wosinska

Magdalena Wosinska 11

„Kleider machen Leute“-Diesen Spruch hat jeder von uns schon viel zu oft gehört. Leider ist oft auch mehr Wahres dran als uns lieb ist. Die Fotografin Magdalena Wosinska entflieht mit ihrer Bilder-Serie „Nudes“ diesem Phänomen, indem sie nackte Selbstporträts von sich selbst während ihrer Reisen schießt. Über vier Jahre lang sammelt sie schon diese besonderen Urlaubsfotos und hat sie nun in ihrem Buch The Experience vol. 1 veröffentlicht. Dabei verbindet sie ihre Liebe zum Reisen mit dem Wunsch, Fotos zu schießen, in denen es keine Zeit und Klassifizierung gibt. Das Mittel, das sie dafür einsetzt ist interessant und bewundernswert zugleich: Magdalena Wosinska verzichtet in ihren Bildern einfach auf Kleidung.

Auf allen Bildern sieht man die Fotografin selbst komplett nackt. Und das klappt erstaunlich gut. Durch die Kleidung, die man trägt würde man sehr schnell und leichtfertig einer bestimmten Epoche, Zeit und sozialen Schicht zugeordnet werden. Weiter erklärt die Fotografin, würde sie beispielsweise eine Lederjacke tragen, wäre sie gleich Metal-Fan, wie Dazed sie schon zitiert hat. Das schöne an ihren Aufnahmen ist aber, dass die Bilder trotz der Freizügigkeit Magdalena Wosinskas, nicht erotisch wirken. Ihr Ziel war es, keine ordinären Fotos zu schießen, sondern die perfekte Zusammenstellung von Körper und Landschaft zu schaffen, erklärt die Künstlerin gegenüber wmagazine. Die Fotografin lässt so einen Gegensatz entstehen, zwischen ihrer Intimität und der weitreichenden Landschaft. Lassen wir uns also entführen in eine Welt ohne Zeit und Klassifizierung, in der ausschließlich das Zusammenspiel von Landschaft und Körper das ist, was zählt. Herrlich.

Autorin: Ich soll hier schreiben, wer ich bin. Leider weiß ich das oft selbst nicht genau. Ich werd´s trotzdem versuchen: Ich bin eine Träumerin, hoffnungslos naiv und nicht allzu selbstbewusst. Wäre gerne flexibler, liebe es, zu reisen und kreativ zu sein. Kochen und Essen ist neben Schreiben meine große Leidenschaft. Momentan mache ich bei ZEITjUNG ein Praktikum und freue mich schon auf alle Erfahrungen, die ich während dieser Zeit sammeln darf. In meiner Freizeit bin ich am liebsten draußen, manchmal bringe minderjährigen Flüchtlingen aber auch Deutsch bei. Ansonsten, immer auf der Suche nach mir selbst.