Sind Narzisst*innen kaltherzige Monster?

Mann der seine Hand mit der Aufschrift "Help" vors Gesicht hält

Egoistisch, manipulativ und berechnend: Das ist das gängige Bild von Narzisst*innen – ein Menschenschlag, um den man laut gesamtgesellschaftlicher Meinung lieber einen großen Bogen machen sollte. Dass hinter dem so gedankenlos verwendeten Begriff eine Persönlichkeitsstörung steckt, für die zunächst einmal kein*e Betroffene*r etwas kann, wird dabei gerne vergessen.

Symptome der narzisstischen Persönlichkeitsstörung

Nach DSM-5 (5. Auflage des Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders), einem geläufigen Klassifikationssystem für psychische Störungen, zeichnet sich die narzisstische Persönlichkeitsstörung durch folgende Merkmale aus:

  • Aufwerten eigener Leistungen; gleichzeitig die Erwartungshaltung, als überlegen angesehen zu werden, ohne entsprechende Leistungen zu erbringen
  • Fantasien über grenzenlosen Erfolg, Macht, Schönheit, …
  • Starkes Überlegenheitsgefühl, das den*die Betroffene*n glauben lässt, ausschließlich andere besondere Menschen seien seiner*ihrer würdig
  • Verlangen nach exzessiver Bewunderung
  • Unberechtigte Ansprüche auf Sonderbehandlung
  • Ausbeutung anderer, um eigene Ziele zu erreichen
  • Mangel an Empathie
  • Ausgeprägter Neid auf andere; gleichzeitig die Überzeugung, andere seien neidisch auf die eigene Person
  • Arrogantes Auftreten

Wenn fünf oder mehr dieser Eigenschaften auf einen Menschen zutreffen, wird von einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung gesprochen. Außerdem reden Narzisst*innen viel über sich selbst und sind auf der anderen Seite schnell genervt davon, wenn andere ebenfalls etwas von sich erzählen. Sie nehmen die Bedürfnisse anderer als zweitrangig wahr und können nicht mit Kritik umgehen (Quelle: psychologeek).

Ein Freigeist in Freiheit. Ich bin verliebt in den Sommer und schöne Worte. Wenn ich nicht gerade schreibe, sitze ich wahrscheinlich mit einem Roman irgendwo am Wasser. Oder auf alten Zeitungen, um jede Menge Farbe auf unbeschriebene Blätter zu klatschen. Aber am allerliebsten lebe ich: la vida loca!