Neigt die Generation-Y zur Bisexualität?

Bisexualität Studie

Es scheint, als wird jede Generation ein bisschen offener, was ihre Sexualität angeht. Die Generation-Y ist jedenfalls viel offener gegenüber bisexueller Anziehung als es unsere Eltern waren. Es scheint als sei heutzutage jeder ein bisschen bi. Diesen Trend belegt eine britische Studie.

Die britische Forschungswebseite YouGov hat Befragungen durchgeführt und britische Jugendliche nach ihrer sexuellen Neigung gefragt. Sie sollten sich auf einer Skala positionieren, die von 0, also heterosexuell bis 6, also homosexuell reichte. Die meisten Teilnehmer landeten irgendwo in der Mitte. Gerade einmal die Hälfte der etwa 1600 Befragten zwischen 18 und 24 Jahren gaben an, dass sie absolut heterosexuell sind. 43 Prozent gab an, im bisexuellen Bereich der Skala zu sein, fünf Prozent gab an homosexuell zu sein und gerade einmal ein Prozent erklärte, „keiner“ Sexualität zugeordnet zu sein. In der Generation unserer Eltern gab die Mehrheit an, absolut heterosexuell zu sein. Ein deutlich kleiner Teil, nur 16 Prozent, gab an, sich zu beiden Geschlechtern hingezogen zu fühlen.

Wie es sich mit dem Sexleben verhält, hat sich die Studie ebenfalls angeschaut. Unsere Generation denkt nicht nur darüber nach, eventuell Gefühle für das andere Geschlecht zu hegen, sondern hat durchaus auch erotische bisexuelle Begegnungen. Während unter den hauptsächlich heterosexuellen Leuten nur 23 Prozent eine bisexuelle Erfahrung hatten, sind es bei den zur Bisexualität Neigenden schon 52 Prozent. Man kann daraus schließen, dass die Anzahl der bisexuellen Erfahrungen die Wahrscheinlichkeit der tatsächlichen bisexuellen Neigung erhöht.

Heutzutage gibt es gefühlt viel mehr Arten die eigene Sexualität zu kategorisieren, falls man sie überhaupt kategorisieren möchte oder kann. Es gibt nicht mehr nur die eine oder andere Seite. Liebe ist es etwas Natürliches- egal, wer wen küsst, es sollte kein Aufsehen mehr erregen.

 

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Bildquelle: Flickr/ Mateus Lunardi Dutra CC by 2.0

Comments
  • Prophet

    @Randominternetguy Wie kommst du darauf, dass die klassischen Rollenbilder natürlich sind? Fakt ist, dass die Evolution es über viele tausende Jahre nicht geschafft hat, Bisexualität auszulöschen. Es muss also vielmehr ein evolutionärer Vorteil in einem bestimmten Anteil an Bisexualität liegen. Obwohl also bei homosexuellen Beziehungen der „Schlüssel nicht ins Schloss passt“, sprich keine Fortpflanzung möglich ist, muss die Menschheit von homosexuellen Neigungen profitieren. Denn sonst hätte die Nichtfortpflanzungsfähigkeit diese Eigenschaft bereits eliminiert. Ich tippe darauf, dass es im sozialen Gefüge von Vorteil ist, intensive Verbindungen unabhängig vom Geschlecht aufbauen zu können. P.s. Wieso ist man überfordert, wenn man sich als Bisexuell identifiziert?

    Grüße

    31/07/2019
  • randominternetguy

    Hm, klar jedem das Seine und so, aber man sieht schon was dabei rumkommt wenn die klassischen Rollenbilder (die sich die Natur ausgedacht, nicht wir) total ad absurdum geführt werden. Junge Menschen brauchen keine Zwänge aber Vorbilder und Richtungen.Die totale Entfremdung jeglicher Konvention führt nur zur Orientierungslosigkeit – und die GenY ist überfordert, scheinbar sogar mit ihrer eigenen Sexualität…
    Aber da die Babys sowieso bald von amazon geliefert werden, in der gewünschten Ausführung natürlich, macht das dann auch nix mehr wenn wir ganz vergessen haben warum gleich nochmal der Schlüssel ins Schloss passt…

    20/08/2015
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