Putin: Zu stolz für Menschlichkeit

Präsident Putin lässt Tonnen von beschlagnahmten westlichen Lebensmitteln verbennen. Damit bringt er einen Großteil seiner Bevölkerung gegen sich auf.

Als Antwort auf die westlichen Sanktionen gegen seine Nation brachte Präsident Putin ein Gesetz heraus, dass die westliche Wirtschaft treffen sollte. Ein Importverbot von einer großen Liste westlicher Lebensmittel. Weil es der russischen Bevölkerung jedoch in vielen Gebieten an Nahrungsmittel fehlt, sind Schmugglergruppierungen entstanden. Immer öfter werden diese von Behörden entdeckt. In den letzten Monaten haben sich Tonnen von Schmuggelware gebildet. Putin wird diese in einem Flammenmeer vernichten. Seine Bevölkerung stellt sich gegen ihn.

In der Ukraine herrscht immer noch Krieg. Auch russische Menschen sind betroffen. Lebensmittel fehlen an allen Ecken und Enden. Und auch in russischen Gebieten, die weit weg vom Krieg sind, ist bestimmte Nahrung knapp. Diese Situation ist ein perfekter Nährboden für Schmuggler. Große Schmugglerringe sind entstanden. Putins Schergen greifen diese Schmuggler in letzter Zeit öfter auf. Tonnen von Nahrungsmitteln wurden von russischen Behörden beschlagnahmt. Und diese werden jetzt vernichtet.

 

Putins Irrweg

 

Nach den westlichen Sanktionen gegen Putins Reich hatte der Präsident der Russischen Föderation vor einem Jahr ein Importverbot vieler Nahrungsmittel verhängt. Moskau stellte diese Entscheidung als Förderung der eigenen Wirtschaft dar. Die russische Landwirtschaft sollte zur alten Stärke zurückfinden. Und das in einer Wirtschaftskrise. Dass er damit viel mehr seiner eigenen Bevölkerung schadet als den westlichen Ländern, die Sanktionen gegen ihn erhoben haben, scheint Putin nicht zu interessieren. Oder vielleicht hält ihn die Mauer seines Stolzes davon ab, jegliche Gedanken der Menschlichkeit bis zu seinem Gehirn durchdringen zu lassen. Der Herrscher des Kremls setzte in den letzten Tagen noch einen drauf.

Die tonnenweise beschlagnahmten Lebensmittel werden auf seinen Befehl nicht unter der Bevölkerung verteilt, sondern den Flammen übergeben. Überall im Land sollen mobile Öfen dafür sorgen, dass keine westliche Nahrung in den Mägen der Notleidenden landet. Das hat nun für etwas gesorgt, dass es schon lange nicht mehr in Russland gab. Pro-Putin eingestellte Bürger äußern sich über seine Entscheidung sehr kritisch. In einem Video der Tagesschau kam Olga Saveljewa zu Wort. Sie hat eine Petition ins Leben gerufen, die sich dafür einsetzt, dass Putin seinen Lebensmittel-Wahnsinn einstellt. Mehr als dreihunderttausend Russen unterstützen diese Petition. So eine gewaltige Front hatte der russische Präsident lange nicht gegen sich.

Putin muss aufpassen, dass er sich aufgrund seiner Kaltherzigkeit, nicht in eine Liste russischer Tyrannen einreiht. Er zeigt wunderbar auf, wie politischer Stolz der Menschlichkeit im Weg stehen kann. Die Tonnen von Lebensmitteln, die gerade im Feuer seiner Anti-West-Politik vernichtet werden, könnte er an Hilfsbedürftige in Kriegsgebieten und Menschen, die an Hunger leiden, spenden. So würde Wladimir Putin wahre Größe zeigen. Das scheint jedoch ein Wunschdenken zu sein.

Wenn ihr euch das Video der Tagesschau anschauen möchtet, könnt ihr das hier:

 

https://www.youtube.com/watch?v=vaACmTMyk0w

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Bildquelle: Tjebbe van Tijen unter CC by ND 2.0

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