Doku: So kommt man ohne Ticket auf jedes Festival

TitelbildScreenshotFestivalMarcusHaney

Auf ein Festival zu gehen ist für viele das Highlight des Jahres. Aber es werden einem auch viele Stolpersteine in den Weg gelegt, bis man endlich unter freiem Himmel zu seiner Lieblingsband tanzen kann. Als Erstes braucht man ein Ticket und die sind meistens nicht gerade günstig. Aber man muss auch noch die Anreise organisieren und braucht Zelt, Schlafsack und ein paar Vorräte. Das kann alles ganz schön ins Geld gehen.

 

Als Fotograf auf das Gelände schmuggeln

 

Marcus Haney hat eine Lösung gefunden, dass er auch ohne Geld auf seine liebsten Festivals kommt. Er trampt zu den Festivalorten, fälscht Eintrittsbändchen, klettert über Zäune und schläft unter den Toilettenhäuschen. Bestimmt nicht für jedermann etwas, aber Marcus hat bei seinen, nicht ganz so legalen, Eintrittsversuchen noch nie schlechte Erfahrungen gemacht. Meistens wird ihm nur der Zugang verwehrt und er versucht es einfach an einem anderen Eingang. Wenn er dann doch mal von dem Gelände geschmissen wird, wechselt er kurzerhand das T-Shirt und steigt wieder ein. Probleme mit der Polizei hat er dabei noch nie bekommen.

Liebend gerne gibt er sich bei seinen Aktionen als Security-Mitarbeiter oder Fotograf aus. Und wenn er dann mit einer Kamera um den Hals, schon so weit gekommen ist, dann nutzt er seine Chance auch gleich und fotografiert und filmt wirklich. Dabei kam er beispielsweise den Bands „The Naked and Famous“ oder „Mumford and Sons“ ganz nahe.

 

Bescheißen, aber ehrlich

 

Marcus ist inzwischen ein gefragter Konzertfotograf. Seine unkonventionelle Art zu arbeiten begeistert viele. Besonders da er, auch ohne Ticket, viel Wert auf moralisch richtiges Handeln legt. Er erzählt, dass er sich zwar Konzerte erschleicht, aber im Gegenzug die Künstler und Festivals positiv bewirbt. Diese Aufmerksamkeit bringt diesen dann wiederum Einnahmen. Ein fairer Deal in seinen Augen. Nun hat er aus seinen Filmaufnahmen die Dokumentation „No Cameras Allowed“ zusammengeschnitten, die ihr hier ansehen könnt.

Über die Absperrung zu klettern und dann einfach so in den Backstagebereich zu spazieren, klingt verlockend. Aber leider hat man es künftig wohl schwer, die Idee nachzumachen. Der Filmemacher sagt selbst, dass durch seine Dokumentation die Kontrollen und Sicherheitsvorkehrungen auf Festivals wahrscheinlich deutlich strenger werden.

 

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Bildquelle: Screenshot von No Cameras Allowed Teaser

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