Augen auf beim Klamottenkauf – aber auch bei der Textilpflege.

Die Frühlingssonne strahlt vom blauen Himmel. Endlich können dicke Pullover und warme Socken wieder im Kleiderschrank nach hinten wandern und Klamotten für den Second-Hand-Shop oder die Kleiderspende aussortiert werden. Nach dem Ausmisten stellt man dann beim Blick in seinen – jetzt auf einmal sehr übersichtlichen – Schrank fest: Ich habe nichts anzuziehen!

Dann ist Shopping angesagt! Aber da stellen sich schon die ersten Fragen und Anforderungen: regionaler Klamottenladen oder Online-Shop? Nachhaltig und fair produziert sollen die neuen Stücke definitiv sein. Welche Stoffe mag ich am liebsten auf der Haut tragen und vertrage ich gut? Welche Farben sind dieses Jahr angesagt? Letztendlich muss der Einkauf dann auch noch ins Budget passen. Nachhaltige Mode zu angemessenen Preisen findet sich bei grünen Modemarken und Shops, wie die stets gut gekleidete Kollegin verrät. Schnelle Internetrecherche und kurze Beratschlagung mit der besten Freundin, dann bist du bestens gerüstet. Naja, fast.

Vor dem Shoppen noch schnell etwas Sport, schließlich willst du in den neuen Klamotten ja auch eine gute (Bikini-)Figur machen. Dann wird aber endlich geshoppt. Stilbewusstsein und nachhaltige Mode sind übrigens kein Widerspruch – wichtig ist, dass deine Kleidung zu deiner Persönlichkeit und zu deinem Lebensstil passt. Wenn du dir vorher überlegst, welche Farben und Teile sich gut kombinieren lassen, bist du dem minimalistischen Kleiderschrank bereits einen großen Schritt näher gekommen. So hast du nach dem Einkauf nur noch Lieblingsteile im Schrank, die zu vielen Anlässen tragbar sind!

Wie hast du länger Freude an deinen neu erstandenen Stücken?

Alle Preisaufkleber und Werbezettel sind entfernt. Vielleicht solltest du die neuen Teile erstmal waschen, bevor du sie zum ersten Mal anziehst? Schon stehst du vor der nächsten Herausforderung! Verschiedene Stoffe benötigen unterschiedliche Pflege. Wenn du deine Kleidung nachhaltig und schonend wäschst, kommt das deinem Geldbeutel und der Umwelt zugute. Als erstes solltest du also deine Wäsche sortieren: nach Farben, Materialien und Grad der Verschmutzung.

In der EU gibt es die Verpflichtung für Textilhersteller, ihre Produkte mit Waschzetteln zu kennzeichnen, die mit einheitlichen Symbolen und Pflegehinweisen dabei helfen sollen, Handtücher, T-Shirts und Co. richtig zu behandeln. Dazu muss man allerdings wissen, was die einzelnen Symbole bedeuten.

Folgende fünf Waschsymbole helfen hier schon mal fürs Grundverständnis:

  • Der Waschbottich bedeutet: Waschen.
  • Das Dreieck steht für: Bleichen.
  • Das Quadrat mit dem Kreis in der Mitte symbolisiert einen Trockner.
  • Das Bügeleisen steht (in dem Fall offensichtlich) für Bügeln.
  • Der Kreis gibt Informationen zur chemischen Reinigung beziehungsweise professionellen Nassreinigung.

Mal ehrlich: Es gehört nicht unbedingt zu den Lieblingsbeschäftigungen, sich mit Bedienungsanleitungen und Ähnlichem zu befassen. Im Fall der Waschzettel lohnt es sich allerdings tatsächlich, sich zumindest in die Basics einzuarbeiten. Einfach, damit man länger was von seinen Lieblingsteilen hat und sich nicht über verfärbte oder eingelaufene Stücke ärgern muss.

Übrigens dankt es dir auch deine Lieblings-Jogginghose, wenn du sie richtig wäschst, und bleibt dann bestimmt lange bequem und wunderbar schlabbrig. Für gemütliche Fernseh-Sonntage sollte man genauso gut gerüstet sein wie für das bunte Leben da draußen! Und irgendwann muss man dann ja doch auch die neuen, coolen Teile waschen, statt wieder shoppen zu gehen, weil die Klamotten schmutzig sind. Das ist nämlich auch beim Kauf von Fair Fashion nicht besonders nachhaltig.