Drogen Sex Lange Nächte Lifestyle Genie

Du kiffst gerne, hast ausgiebigen Sex, stehst vor fünf Uhr nachmittags am liebsten gar nicht erst auf, Schimpfwörter gehören zu deinem gängigen Sprachgebrauch und bei dir herrscht permanentes Chaos im Zimmer? – Glückwunsch, die Wissenschaft hat eine erfreuliche Nachricht für dich: Du gehörst zu den Intelligenten unter uns.

 

Gehirnakrobaten haben aufregenderen Sex

 

Schlaue Menschen haben besseren Sex – das besagt eine Untersuchung aus England. Elitestudenten geben nämlich, laut dieser Untersuchung, wesentlich mehr Geld für Sex und Sexspielzeuge aus. Kurz gesagt: Sie sind wesentlich experimentierfreudiger als Studenten der weniger elitären Universitäten. Annalisa Rose, Sexshop Besitzerin aus Williamsburg, Brooklyn, hat hierfür folgende Erklärung: „Ich glaube, dass die Fähigkeit, Sex offen auszuleben, mit der Fähigkeit der Selbstbeobachtung und dem logischen Denken zwingend miteinander verbunden sind, was ja an sich schon ein gewisses Maß an Intelligenz erfordert. Wenn wir offen über Sex sprechen können – vorausgesetzt mit einem emotional gesunden Hintergrund – wird sexuelle Moral ohnehin ständig neu definiert. Wobei die etwas Intelligenteren unter uns immer versuchen werden, sich an diesen Moralvorstellungen vorbei zu rationalisieren.“ Aber Intelligenzbestien haben nicht nur den aufregenderen Sex – sie sind zusätzlich auch noch nachtaktiv.

 

Die größten Künstler und Denker unter uns sind Nachteulen

 

Denn aus einer weiteren Studie, veröffentlicht in „Psychology Today“ geht hervor, dass Menschen, die öfter mal den Tag zur Nacht machen, die Intelligenteren sind. Grund dafür ist, dass die Langschläfer unter uns den schon seit Jahrtausenden gängigen Kreislauf „Schlafen in der Nacht und arbeiten am Tag“ durchbrechen. Wer gegen dieses Modell rebelliert, bei dem steige die Chance, Neues zu erreichen, heißt es in einem wissenschaftliches Paper von Satoshi Kanazawa und Kaja Perina. Im Kern wollen die Beiden uns mitteilen, dass man durch die Rebellion gegen den Mainstream erst dazu befähigt wird, Grenzen zu durchbrechen und dadurch Neues zu entdecken. Kein Wunder, dass Menschen wie Präsident Obama, Charles Darwin und Elvis Presley bekannt dafür waren, nachtaktiv zu sein. Falls ihr also ebenfalls dazu neigt, erst zu späteren Stunden das Bettchen aufzusuchen, könnt ihr durchaus beruhigt sein: Ihr seid in bester und wirklich hochbegabter Gesellschaft.

 

Die Kiffer unter uns können eifrig weiter bauen

 

Rauchst du dir auch noch um 3 Uhr Nachts ab und zu einen guten Nacht Joint und in deinem Zimmer regiert das reine Chaos? Ab jetzt kannst du guten Gewissens das Aufräumen sein lassen und dir den nächsten Joint bauen, denn während Drogenkonsum eher etwas für die Schlaumeier unter uns ist, ist Aufräumen etwas für die Minderbegabten. Wie erfolgreich die Wissenschaft doch manchmal unser Gewissen beruhigen kann, denn sie lehrt uns: Menschen, die im Kindesalter einen hohen Wert in einem Intelligenztest erreicht haben, konsumieren zwischen dem 16. und 30. Lebensjahr eher illegale Drogen als Kinder mit niedrigeren Werten – so berichtet das Fachmagazin „Journal of Epidemiology and Community Health„. Parallel dazu sind unordentliche Schreibtische unter Genies gang und gäbe, denn deren Köpfe sind so voll von großen Dingen, dass da wenig Platz für Nebensächlichkeiten wie Aufräumen bleibt, heißt es in einer amerikanischen Studie.

 

Wer flucht, ist schlau?

 

Wer jetzt immer noch nicht guten Gewissens Kiffen, Ausschlafen oder für Chaos sorgen kann, den können wir vielleicht noch mit einer weiteren Tatsache überzeugen, die – laut Experten – nur den Neunmalklugen unter uns vorbehalten ist: Ausgiebige Beschimpfungen. Ein reiches Vokabular an Schimpfwörtern ist ein Zeichen für gesunde verbale Fähigkeiten“, erklären uns Forscher in ScienceDirect.

Solche Ergebnisse kann uns die Wissenschaft gerne öfter mal liefern – denn wer am nächsten Wochenende bis 6 Uhr morgens durchvögelt, beim Aufwachen einen Joint neben sich findet und durch ein Zimmer schleichen muss, das einem Hindernisparcour gleicht – ist höchstwahrscheinlich ein kleines Genie.

 

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Bildquelle: Franca Gimenez unter CC BY-ND 2.0