Sex und Soda: Der Sextoy-Schreck

Eine Frau läuft auf ein Bett zu, in dem ein Mann mit einem Sexspielzeug liegt

In dieser Kolumne schreibt Mila Bach über die prickelnden und weniger prickelnden Momente im Leben. Diesmal geht es um Sextoys, mit denen der*die Sexpartner*in einfach überrumpelt wurde.

Sextoys können unfassbar viel Spaß machen – vorausgesetzt, beide haben Lust darauf. In manchen Situationen können sie eher Scham und Unbehagen auslösen.

Dafür, dass ich relativ früh mit Sex angefangen habe, ließ ich mir bei Sextoys eher Zeit. Mir war es peinlich, wenn eine Freundin zum Geburtstag einen Vibrator geschenkt bekam, und auch wenn es um Analplugs oder ähnliches ging, habe ich mich lieber ausgeklinkt. Irgendwie hat Sexspielzeug für mich etwas Bedrohliches an sich. Diese phallusförmigen bunten Geräte oder kleine Gegenstände, die irgendwo reingesteckt werden sollen. Gar nicht so easy, sich da ranzutasten – hier kommen ein paar Storys, in denen Sextoys eher unangebracht waren.

Die Kiste

Eine Freundin erzählte mir letztens, dass ein Mann, mit dem sie etwas hatte, beim ersten Mal sofort einen Fehler machte: Er holte einfach unter seinem Bett eine Sextoy-Kiste raus und präsentierte ihr stolz seine Sammlung. Das war ihr nicht nur unangenehm, sondern auch ein Grund, wieso sie kein Interesse daran hatte, noch öfter mit ihm zu verkehren (Wortwitz olé). Mein erster Gedanke war: Ob er das wohl alles gründlich gereinigt hat? Außerdem ist es übergriffig, ohne Vorwarnung direkt die ganze Kiste auszupacken. Man kann nie wissen, ob der andere das möchte oder bereits Erfahrung mit Sextoys hatte. Eine einfache Frage, ob man Lust darauf hätte, reicht doch schon. Ich wundere mich immer wieder darüber, dass manche Menschen immer noch nicht verstanden haben, wie Kommunikation funktioniert: Frage, Antwort, Fertig.