Studium: Studenten nehmen im Schnitt 5 Kilo zu

Studentenleben Reich an Kalorien Titelbild

Der allererste und wohl beste Gewinn des studentischen Lebens: Die Freiheit. Weit weg von den kontrollierenden Augenpaaren der Eltern, kann man mit Beginn des Studiums tun und lassen, was man möchte. Leider bringt dies auch unmittelbare, negative Folgen mit sich. In der Langzeitbeobachtung der Wissenschaftler um Wolfgang Kemmler, Sportökonom am Institut für Medizinische Physik der Universität Erlangen-Nürnberg, hat man festgestellt, dass Frauen bis zu drei und Männer sogar bis zu fünf Kilo an Körpergewicht während ihres Studiums zunehmen.

Und dieses Phänomen kennt man nicht nur in Deutschland: Auch in den USA, Australien oder Neuseeland weiß man von den gefährlichen Speckröllchen, die sich praktisch parallel zum Studium entwickeln. Dort hat man für die Studenten sogar einen Namen. „First Year Fatties“ oder „Fresher Five“ werden die Studenten genannt, die schon während ihres ersten Jahres im Studium bis zu fünf Kilo zunehmen, wie die Welt berichtet.

 

Die Ursachen: kein Sport, Ernährung, Alkohol

 

Die Ursachen für diese Entwicklung sind vielseitig. Ein erster und einfacher Grund ist das Erwachsenwerden. Mit dem Ende der Kinderjahre, in denen man unbeschwert gegessen hat, was und vor allem wie viel man wollte, schleichen sich im Erwachsenen Alter automatisch ein paar Kilo mehr auf die Waage. Mit dem Beginn des Studiums verstärkt sich die Gewichtszunahme bei der Mehrheit aber drastisch. Schuld daran sind im Wesentlichen drei Dinge: fehlender Sport, massenhafter Alkohol und ungesunde Essgewohnheiten.

Mit dem Studium beginnt der Lernstress und regelmäßiger Sport bleibt da meistens auf der Strecke. Hinzu kommt oft übertriebener Alkoholkonsum an den Wochenenden. Nach der Erlanger Studie tranken Frauen während ihres Studiums viel mehr Alkohol als noch zuvor. Nach nur fünf Jahren kamen sie auf doppelt so viele Drinks. Die wohl schwerwiegendste Ursache sind die veränderten Essgewohnheiten und soll man sagen, die fehlenden?

 

Sportstudenten nehmen weniger zu

 

Jeder kennt dieses Phänomen: Man isst sich von einem fettigen Snack zum nächsten nur, um die Küche nicht benutzen zu müssen. Und hat man doch mal richtig Hunger, dann wird Pizza für alle bestellt. Kein Wunder also, dass die Zahl auf der Waage steigt. Aber nicht nur das Körpergewicht wird mehr, sondern auch der Fettanteil im Körper. Fast 10 Prozent mehr Fett hatten die Zahnmedizinstudenten im Durchschnitt laut Langzeitbeobachtung nach ihrem Studium auf den Rippen. Sportstudenten hingegen nur 0,1 Prozent. Diese Ergebnisse zeigen also deutlich, wie wichtig der sportliche Ausgleich wäre. Dabei geht es nicht um Selbstoptimierung, sondern einfach nur um die Gesundheit.

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Bildquelle: Mr.TinDC über cc by 2.0

Autorin: Ich soll hier schreiben, wer ich bin. Leider weiß ich das oft selbst nicht genau. Ich werd´s trotzdem versuchen: Ich bin eine Träumerin, hoffnungslos naiv und nicht allzu selbstbewusst. Wäre gerne flexibler, liebe es, zu reisen und kreativ zu sein. Kochen und Essen ist neben Schreiben meine große Leidenschaft. Momentan mache ich bei ZEITjUNG ein Praktikum und freue mich schon auf alle Erfahrungen, die ich während dieser Zeit sammeln darf. In meiner Freizeit bin ich am liebsten draußen, manchmal bringe minderjährigen Flüchtlingen aber auch Deutsch bei. Ansonsten, immer auf der Suche nach mir selbst.