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Studie zu Persönlichkeitstypen: Bist du eher „Self Centered“ oder „Role Model“?

Wer bin ich, und wenn ja, wie individuell bin ich?

Basierend auf Kategorien hat die Northwestern University vier neue Persönlichkeitstypen herausgefunden, die dich nun endlich beschreiben sollen. Dich und niemand anderen! Bisher fanden Persönlichkeitstypen eher ihren Platz in Selbsthilfebüchern, aber nicht in der Wissenschaft. Forscher der amerikanischen Universität haben sich durch knapp 1,5 Millionen Fragebögen gekämpft und basierend auf diesen Ergebnissen vier Typen vorgestellt, die uns Menschen auf neue, revolutionäre Weise beschreiben sollen.

Die Typen

Der erste Typ ist „Average„. Entgegen dem Namen beschreibt „Average“ Personen, die ein höheres Level an Neurosen und Extraversion haben, auf persönlicher Ebene aber weniger offen sind. Martin Gerlach, Teil des Forschungsteams, denkt, dass die meisten Personen in diese Kategorie fallen, daher auch der Name. Der zweite Typ ist „Reserved„, beschreibt eine emotional stabile Person, die in der Hinsicht aber nicht sehr offen ist. Diese Personen sind meist umgänglich und gewissenhaft, und tendieren eher dazu, mit dem Strom zu schwimmen. Der dritte Typ, „Role Model„, klingt da schon etwas positiver. „Role Models“ sind weniger neurotisch, verlässlich und offen neuen Ideen gegenüber. Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand ein „Role Model“ ist, steigt mit dem Alter rapide an. Diese Menschen nehmen die Dinge selbst in die Hand und agieren eher „in charge“. Bei der Auswertung fallen mehr Frauen als Männer in diese Kategorie. Der letzte Typ, „Self Centered„, besitzt eine sehr hohe Extravertiertheit, ist jedoch unterdurchschnittlich offen, umgänglich oder gewissenhaft. Das sind die Menschen, deren Kontakt wir oft vermeiden. Die gute Nachricht: bei älteren Menschen sank die Anzahl der „Self Centered“-People rapide, sowohl bei Männern, als auch bei Frauen. Das heißt: je älter wir werden, desto cooler werden wir!

Wofür die ganze Arbeit?

Ein interessanter Aspekt war die Häufung junger Männer und Teenager in der „Self-Centered“-Kategorie, und das komplette Fehlen junger Mädchen in dieser. Ergibt sich durch die Forschung nun irgendein Mehrwert, abgesehen von ein paar interessanten Fun Facts über die eigene Individualität? Die Auswertungen sollten anscheinend nicht nur unserer Bespaßung dienen, sondern Psychologen dabei helfen, extreme Persönlichkeiten zu identifizieren und auch Personalern kann es eine Hilfe sein, um die richtigen Leute einzustellen. Auch wenn Arbeitgeber vielleicht nicht nur nach der Persönlichkeit eines Bewerbers einstellen, ist es keine schlechte Idee, und eigentlich ein hilfreicher Anhaltspunkt, um bei der Arbeit Feuer nicht auf Öl treffen zu lassen.

Wer bin ich, und wenn ja wie viele?

Aber die netten vier Persönlichkeitstypen mal beiseite gelegt: woher kommt dieser Drang des Menschen, sich ständig in irgendwelche Kategorien stecken zu müssen? Auch der berühmte Myers-Briggs-Test macht eigentlich nichts anderes, als uns kategorisieren zu wollen. Ständig befinden wir uns auf der Suche nach uns selbst, reisen dafür um die ganze Welt, nur um am Ende zu dem Schluss zu gelangen, dass uns ein Test genauso gut hätte sagen können, wer oder was wir sind. Es ist paradox, dass wir für weniger Schubladendenken plädieren, uns selber aber letzten Endes in genau diese stecken. Diese Tests sind vielleicht für den ein oder anderen interessant, letzten Endes sagen sie aber auch nichts darüber aus, wie wir wirklich sind. Wer heute extrovertiert ist, kann in anderen sozialen Gegebenheiten auch introvertiert sein. Durch die Kategorien gießen wir uns eher in eine starre Gussform, als dass wir unsere Individualität beweisen. Daher sollten wir vielleicht von den vorgegebenen Kategorien absehen und uns selbst Gedanken machen, wer wir eigentlich sind und was uns ausmacht.

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Bildquelle: Unsplash unter CC0 Lizenz

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