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The Real Junk Food Projekt: Aus Abfall wird Lasagne

Um ein Zeichen gegen die Nahrungsmittelverschwendung zu setzen, wird bei dem „The Real Junk Food Project“ mit Lebensmitteln gekocht, die anderenorts auf dem Müll landen.

Haltbarkeitsdatum überschritten, zu krumm gewachsen oder man hat viel zu viel eingekauft. Ein Drittel aller Lebensmittel landen in der Mülltonne. Eine Verschwendung, die der britische Koch Adam Smith nicht akzeptieren will. Er gründet sein eigenes Café-Restaurant das „The Real Junk Food Project“ und zaubert aus dem vermeintlichen Abfall die tollsten Gerichte.

 

In den Kochtopf mit dem Müll

 

Adam reiste als Koch um die Welt, um an den verschiedensten High-Class-Restaurantes zu lernen und Erfahrungen zu sammeln. Eines ist aber überall gleich, zuhauf landen noch essbare Lebensmittel in der Mülltonne und das konnte und wollte Adam nicht einfach hinnehmen. Zurück in Großbritannien setze er ein Zeichen gegen die Verschwendung und er öffnete „The Real Junk Food Projekt“. Junk Food steht für minderwertige Lebensmittel, oft sind Fastfood und Fertiggerichte damit gemeint. Aber eigentlich ist die deutsche Übersetzung für „to junk“ schlichtweg wegwerfen. Adam verwendet keine minderwertigen Produkte, sondern Weggeworfenes, das noch genießbar ist.

 

Zutaten frei Haus

 

Die Zutaten für sein Restaurant bekommt er aus vielen verschieden Quellen. Private Haushalte können übrig gebliebenes Essen abgegeben, Supermärkte und andere Restaurants spenden ihre überschüssige Ware und sogar Lebensmittelfotografen geben ihre Models nach getaner Arbeit ab. Auf diese Weise ändert sich auch täglich die Speisekarte im Restaurant. Wenn eine Karottenlieferung nicht schön genug für den Supermarkt war, gibt es Karottensuppe. Aber schon am nächsten Tag hat vielleicht keiner Karotten übrig und die Suppe wird vom Speiseplan gestrichen.

 

Gemeinsam gegen die Verschwendung

 

Das „The Real Junk Food Projekt“ kämpft aber nicht nur gegen die Lebensmittelverschwendung an. Das ganze Restaurant steht für ein gemeinsames, soziales Miteinander. Die Kunden dürfen für ihr Gericht so viel bezahlen, wie sie gerne wollen, es gibt keine festgeschriebenen Preise. Niemand soll aufgrund von finanziellen Mitteln ausgegrenzt werden. Wer ein bisschen mehr verdient, kann ordentlich Trinkgeld geben und so das Projekt unterstützen. Wer nicht so viel auf der Tasche hat, kann Geschirrspülen oder beim schnippeln helfen, um seinen Beitrag zu leisten. Alle Menschen sollen die Möglichkeit haben sich an diesem Ort zu treffen, gemeinsam Zeit zu verbringen und natürlich auch zu essen. Seit der Eröffnung 2013 konnten bereits 50 Tonnen Lebensmittel durch das Projekt vor der Mülltonne gerettet werden und haben hungrige Bäuche satt gemacht. Und kein einziger ist von dem Essen krank geworden!

 

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Bildquellen:daniellehelm über CC BY 2.0

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