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Tinder Social: Neuer Freundeskreis per Rechts-Swipe?

Auf Tinder können ab jetzt auch ganze Freundeskreise begutachtet werden. Durch einen Rechts-Swipe soll der sozialen Isolation nun ein Ende gesetzt werden.

Auf Tinder findest du jetzt nicht mehr nur eine heiße Affäre oder deine nächste Beziehung. Die App sucht dir ab sofort auch noch den Freundeskreis aus – dank der neuen Funktion Tinder Social. Damit können nun ganze Gruppen – im altbekannten Tinderstil – als gut (Rechts-Swipe) oder schlecht (Links-Swipe) bewertet werden. Findet die Clique dich ebenfalls sympathisch und bestätigt dies durch einen Swipe nach rechts, müsst ihr euch nur noch per Chat verabreden und dein neuer Freundeskreis ist beschlossene Sache.

 

Einsam in der neuen Stadt?

 

Das Studium in der Kleinstadt ist beendet und die Suche nach dem Job beginnt. Du denkst dir: „Vielleicht wäre jetzt ein guter Zeitpunkt, doch nochmal die Stadt zu wechseln.“ Sofort kommen dir aufregende Städte in den Sinn. Berlin, Hamburg oder München, denn da wird es einem wahrscheinlich nie langweilig. Nachdem der Umzug überstanden ist, steht deinem neuen, aufregenden Großstadtleben nichts mehr im Wege. Doch etwas fehlt – dein gewohnter Freundeskreis, die Leute mit denen du selbstverständlich die Abende ausklingen lassen und die Wochenenden zelebriert hast. Diese Freunde sind von nun an in weiter Ferne. Auf einmal wirkt die Kleinstadt doch nicht mehr so unattraktiv und der hippste Club im neuen In-Viertel wirkt gar nicht mehr so anziehend, wenn niemand zur gemeinsamen Eskalation parat steht. Wo trifft man sich denn jetzt zum Vortrinken? Allein?

 

Tinder, der Retter in der Not

 

Statt jetzt schmollend und voller Wehmut in der Ecke zu sitzen, könntest du auch einfach tindern. Denn die schlauen Macher der App helfen dir aus dieser Situation genauso hinaus wie aus der verzweifelten Suche nach einem heißen One-Night-Stand.

Einen Haken gibt es da aber doch noch, denn die App setzt voraus, dass man sich mit mindestens einer Person aus dem „persönlichen“ Facebook-Freundeskreis zusammenschließt, bevor die freudige Suche nach der sympathischsten Gruppe beginnen kann.

Sehr cool, auch für alle Nicht-Singles unter uns, denn nun können auch Vergebene die bisherige Tabu-App „Tinder“ nutzen. Von jetzt an kann man den Gebrauch von Tinder vor dem Liebsten ganz einfach mit den Worten „Schatz, ich will doch einfach nur meinen Freundeskreis erweitern“, legitimieren. Die Macher der App revolutionieren den einstigen „Sex-Dating-Sinn“, indem sie mal eben eine Gruppenchat-Funktion hinzufügen.

 

Tinder-User werden entlarvt

 

Wer die App bis heute ausschließlich heimlich benutzt hat und erfolgreich unentdeckt geblieben ist, sollte sich lieber nicht der neuen Funktion hingeben. Für die Freundes-Suche greift Tinder auf deine Facebook-Kontakte zu und macht deine Nutzung für diese sichtbar. Die Zeiten des versteckten Rumswipens wären mit Tinder Social vorbei.

Da Tinder bisher eher dem Ruf einer Sex-App unterliegt, wird es wohl schwer fallen, den romantischen Freundeskreis-Gedanken als ernst gemeint aufzufassen. Viel näher liegt bei vielen da wohl der Gedanke an eine Orgien-Funktion. Doch Geschaftsführer Sean Rad kann uns beruhigen: „Wir sehen in Tinder keine ausschließliche Dating-App, sondern wollen mit dieser das soziale Zusammenleben in all seinen Facetten bereichern. Über Nacht wird es dir, dank Tinder Social, ermöglicht, eine ganz neue Form des Ausgehens kennen zu lernen, die dir ohne die Kraft von Tinder vorenthalten geblieben wäre.

Ganz schön niedlich, diese Vorstellungen von Mr. Tinder. Wir suchen uns unsere Freunde erstmal aber doch lieber noch auf dem altmodischen Weg.

 

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Bildquelle:Josh Felise unter CC0 Lizenz

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