Trump entscheidet jetzt, auf welche Toilette du gehen darfst

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Jungs im Mädchenklo, Mädchen im Jungenklo?

 

Da er das aber nicht tut, sondern leider Präsident der USA ist, hat er jetzt beschlossen, dass wieder jeder Staat selbst entscheiden darf, welche Rechte Transgender bei der Frage haben, wo sie aufs Klo gehen dürfen. Das heißt also jetzt, dass eine Junge, der auch wie ein Junge aussieht, ins Mädchenklo spazieren muss, denn so gehört es sich ja traditionell. Immer erst der Check, welches Geschlechtsteil man hat.

 

Die eigene Identität als Menschenrecht

 

Caitlyn Jenner, selbst transsexuell, bezeichnet Trumps Entscheidung sogar als Verletzung der Menschenrechte. Und sie hat ja eigentlich auch Recht. Zum einen sind nun Menschen dazu gezwungen, jedes Mal, wenn sie auf die Toilette oder zum Sport gehen, über ihr Geschlechtsteil zu reden – weil es das eben braucht, um zu erklären, warum man als Mann im Mädchenklo steht. Zugegeben, es wird kaum jemand an Toilettentüren stehen und erst einmal einen Geschlechtercheck machen. Wenn man als Transgender-Frau in eine Klokabine geht (oder andersrum), dann merkt das niemand; und auch in Umkleiden sieht man selten Menschen, die sich alle Kleidung vom Leib reißen. Aber es geht um das Signal, das Trump damit setzt. Mit dem neuen Erlass wird zugelassen, dass die Identität eines Menschen einfach ignoriert wird. Es geht dabei nicht nur um die Frage, dass man zum Beispiel zwar gerne Lasagne mit Schokolade essen würde, ein Restaurant das aber nicht anbietet. Es geht um den ganzen Entwurf eines Menschen, den dieser sich selbst erarbeitet hat, unter den ganzen Problemen, die es mit sich zieht.

 

Diskriminierung offiziell erlaubt

 

Einige Staaten haben zwar schon angekündigt, dass sie Obamas Vorschriften weiter folgen werden. Aber andere kehren jetzt mit Freuden damit zurück, endlich wieder eine Minderheit mehr diskriminieren zu dürfen.