Warum du beliebter bist als du denkst

Freunde

„Warum haben meine Freunde mehr Freunde als ich?“ – Solltest du jemals einen Gedanken dieser Art gehabt haben, bist du damit nicht allein. Sie sind sogar so häufig, dass die gesamte Thematik unter einem eigenen Begriff zusammengefasst werden kann. 

Scott Lauren Feld ist Psychologe und erlangte durch das sogenannte Freundschaftsparadoxon aus dem Jahr 1991 internationale Bekanntheit in der Forschung. Das von Feld beschriebene Freundschaftsparadoxon beschreibt das Phänomen, dass die Freunde im Schnitt fast immer mehr Freunde haben als man selbst. Ein Paradox, das sich dadurch erklären lässt, dass es wahrscheinlicher ist mit einer beliebten Person Freundschaften zu schließen als mit einer „unbeliebteren“ Person. Das liegt nicht daran, dass beliebtere Personen gleich cooler sind, sondern dass sie einfach mehr Möglichkeiten haben, Menschen kennen zu lernen. Am einfachsten erklären lässt sich das anhand einer vereinfachten Grafik. 

Inspiriert von: IFLScience; The American Journal of Sociology

Die erste Nummer über den Namen einer Person beschreibt die Anzahl der Freunde, die diese Person hat. Die Zahl in Klammern beschreibt die Durchschnittsanzahl der Freunde, die die Freunde einer Person haben. So hat Sophia einen Freund (Erwin), der seinerseits vier Freunde hat.  Es lässt sich an diesem fiktiven Beispiel ablesen, dass fünf von sieben Personen in diesem Netzwerk weniger Freunde haben als ihre Freunde im Durchschnitt. Feld bewies also mithilfe statistischer Durchschnittswerte das Freundschaftsparadox. 

Fußballfan mit musikalischer Dauerbeschallung, wenn nicht gerade selbst am Klavier oder der Gitarre. Eigentlich ein geselliger Typ, der aktuell aber auch seine Liebe für Bücher und exzessiven Netflix-Konsum entdeckt.