Vorher-Nachher: Was, wenn Kosmetikwerbung ehrlich wäre?

Vorher Nachher Kosmetik

Nein, wir glauben nicht alles, was in der Werbung gezeigt wird. Die Haare werden in Wirklichkeit nämlich überhaupt nicht voluminöser, die Pickel sieht man trotzdem noch und der Cheeseburger sieht in echt auch ziemlich traurig aus. Viele der Produktresultate sind fake, damit aber nicht genug. Buzzfeed deckt auf, wie uns die Kosmetikwerbung von Maybelline, Dior & Co. neben den unglaubwürdig langen Wimpern, für die man im wahren Leben wahrscheinlich ausgelacht würde, noch so einige andere Märchen vorlügt. Was, wenn in Make-up-Werbung nur die Produkte benutzt würden, die auch beworben werden? Die Antwort darauf war, Ironie genug, Photoshop. Mithilfe der Bildbearbeitung wurden Produkte, um die es in der Werbung nicht geht, wegretuschiert.

Das Video wird kontrovers diskutiert, von vielen Usern negativ kritisiert. Der Vergleich hinke, ein User fragt, was verwendeter Eyeliner und Lippenstift damit zu tun hätten, dass ein Nagellack beworben wird? Für die Aussage der Nagellackwerbung sei es komplett irrelevant, ob andere Produkte verwendet würden oder nicht. Dagegen spricht allerdings der Mehrwert, der durch andere Produkte dem eigentlich beworbenen, zugesprochen wird. Ohne den Eyeliner und dessen grafische Linie, die sich im Nagellack widerspiegelt, wären einem die pinken Nägel vermutlich gar nicht erst aufgefallen. Der Eindruck des beworbenen Produkts wird also durch die Kraft anderer Kosmetika maßgeblich verändert, um das Bild zu verbessern.

Allerdings ein durchaus berechtigter Einwand: Beim Make-up geht es doch immer um den gesamten Look! Man schminkt sich schließlich nicht ohne Wimperntusche, wenn man sich fetten blauen Lidschatten draufhaut? Das Problem sei eher die Täuschung der Produktresultate selbst, unter anderem mittels Photoshop, nicht aber die tatsächlich verwendeten Produkte. „Das einzig Komische ist doch, wenn Firmen Mascara bewerben und das Model dann falsche Wimpern trägt, wtf“, bemerkt eine Userin außerdem unter dem Video. Macht euch doch am besten einen eigenen Eindruck von den Vorher-Nachher-Bildern!