Das #Yolocaust-Projekt wurde beendet – und hat seinen Zweck erfüllt

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Erst vor einer Woche berichteten wir über das #yolocaust Projekt von Shahak Shapira. Auf der extra dafür angelegten Website waren Bilder von Menschen am Mahnmal zu sehen. Einige sah man über die schmalen Spalten zwischen den Betonklötzen springen, andere machten Sportübungen und Handstände inmitten der ‚Gräber‘. Bewegte man die Maus über eines der Bilder, wurden die Personen in gleicher Pose auf einem Archiv-Foto des Holocaust abgebildet.

 

[email protected]

 

Diese Bilder schockierten und lösten einen großen Medienrummel um das Projekt aus. Von deutschen Lokalmedien bis hin zur New York Times wurde über Shapiras Projekt berichtet. Seine Website hatte im Laufe der einen Woche nach eigenen Angaben über 2,5 Millionen Aufrufe. Darunter waren auch alle zwölf auf den Bildern abgebildeten Personen. Die meldeten sich unter der damals auf der Yolocaust-Seite angegebenen Email-Adresse ‚[email protected]‘, um ihre Bilder entfernen und sich ‚undouchen‘ zu lassen.

 

Das Bild sollte ein Witz sein

 

Gerade die Nachricht des jungen Mannes, der ‚Jumping on dead jews‘ als Bildunterschrift gewählt hatte, berührte Shapira besonders. „Ich habe gesehen, was meine Worte ausgelöst haben. Das ist verrückt und es ist nicht, was ich wollte“, schreibt der junge Mann. Das Bild sei als Witz für seine Freunde gedacht gewesen. Dass man gerade die Bildunterschrift ohne den nötigen Kontext falsch verstehen könnte, sei ihm nun bewusst. „Das war nicht meine Intention. Und es tut mir leid. Wirklich. In diesem Sinne, würde ich gerne „entdouchet“ werden.“ Den Rest seiner Nachricht könnt ihr auf der Yolocaust-Seite nachlesen.

 

Hauptsächlich positives Feedback

 

Shapira selbst habe wahnsinnig viele Rückmeldungen für das Projekt bekommen, „von Holocaust Forschern und ehemaligen Mitarbeitern des Mahnmals, von Menschen, die im Holocaust ihre Familie verloren haben, Lehrern, die das Projekt im Schulunterricht behandeln wollen und auch von sehr bösen Menschen, die mir Fotos ihrer Freunde und Verwandten geschickt haben, um sie von mir photoshoppen zu lassen.“ Einige dieser Rückmeldungen sind ebenfalls auf der Webseite abgebildet.

Ein paar Leute lernen’s halt trotzdem nicht:

https://www.instagram.com/p/BLBx8Vvjocw/?taken-at=240190593

https://www.instagram.com/p/BK8TtKJAFXF/?taken-at=240190593

CvD: Ich studiere eine Kombination aus Soziologie und Politikwissenschaft an der Uni Augsburg. Meine politische Bildung habe ich jedoch eher durch gemütliche Weinabende mit Freunden als durch Anwesenheit in der Uni ausgebaut. Auf der Suche nach einer Antwort auf die Frage „Und, was machst du nach dem Studium?“ bin ich wieder zum Schreiben gekommen.