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10 Fragen, 10 Antworten: Was können wir gegen Hatespeech tun?

Hass-Kommentare ignorieren ist die falsche Strategie. Aber was können wir tun? Das weiß Gilda Sahebi, Projektleiterin beim No-Hatespeech-Movement.

„Ich hasse dich!“ Was die meisten von uns im echten Leben nie zueinander sagen würden, ist für einige im Internet total normal. Schnell werden ganze Kulturen beleidigt und Menschen wegen Herkunft oder sexueller Orientierung diskriminiert. Oft wissen wir dann nicht, wie wir uns nun verhalten sollen. Einverstanden sind wir mit den hasserfüllten Äußerungen zwar nicht, aber müssen wir sie sofort melden? Ist ja schon aufwändig… Lieber so tun, als hätten wir nichts gesehen und weiter mit einem unsicheren Gefühl weiter durch Feeds und Timelines scrollen.

Meinungsfreiheit hin oder her, auch im Internet gibt es Grenzen. Denn was wir unter dem Begriff Hatespeech verstehen, ist teilweise schon Grund genug, den Kommentar zur Anzeige zu bringen. Seit dem Netzdurchsetzungsgesetz sind Seitenbetreiber verpflichtet, innerhalb von 48 Stunden auf Meldungen und Beschwerden zu reagieren. Doch das läuft nur schleppend, der gewünschte Effekt hat sich noch nicht eingestellt. Was wir als normale User gegen Hass im Internet tun können, verrät uns Politologin und Publizistin Gilda Sahebi im Interview. Sie ist Projektleiterin beim No-Hatespeech-Movement.

 

 

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    Kannst du kurz erklären, was Hatespeech ist?

    Gilda Sahebi: Dazu gibt es keine offizielle Definition, rechtlich gibt es den Begriff gar nicht. Was wir sagen: Wenn man anderen Menschen diskriminiert, ob rassistisch, antisemitisch oder sexistisch und wenn bestimmte Menschen oder Gruppen als Zielscheibe gelten. Wenn Worte, Bilder oder anderen Medien dazu benutzt werden zu diskriminieren, beleidigen oder rassistisch zu sein, dann ist das Hatespeech.

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