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8 Gründe, warum Halloween als Kind viel schöner war

Halloween besteht heute vor allem aus Alkohol und sexy Kostümen. Früher bekamen wir wenigstens noch gratis Süßigkeiten.

Wenn es abends wieder früh dunkel wurde und wir es uns mit bunten Kuschelsocken auf der Couch gemütlich machten, die bunten Blätter auf den Straßen raschelten und unsere Eltern die Speisekammer mit Süßkram auffüllten, wussten wir, bald ist Halloween. Dass Vorfreude die schönste Freude ist, hatten wir damals schon früh verstanden und so nutzten wir die Zeit vor dem großen Ereignis, indem wir Kürbisse aushöhlten, Verkleidungen organisierten und Übernachtungspartys planten. Wer ist alles mit von der Partie, wenn wir abends losziehen, um Süßigkeiten zu sammeln? Wo wird die Übernachtungsparty steigen und welche Nachbarn ärgern wir? Damals gab es Fragen über Fragen, die es zu beantworten galt und so wurde Halloween immer zu einem unvergesslichen Abend. Wir zogen um die Häuser, aßen Süßigkeiten bis zum Umfallen, schauten Filme, spielten Nintendo und wickelten die Wohnungen der Nachbarn mit Klopapier ein.

Dieses Halloween, das wir als Kinder so liebten, hat mit dem heutigen rein gar nichts mehr zu tun – Leider. Heute unternehmen wir entweder überhaupt nichts oder gehen auf irgendeine lahme Halloween-Party, auf der sich alle mit Tequila zu kippen, um zumindest ein bisschen Spaß zu haben. Verkleidet kommt nicht einmal die Hälfte. Schließlich will man ja gut und nicht gruselig aussehen. Die die verkleidet sind, geben sich entweder als leicht bekleidete Gothic-Vampire oder blutige Krankenschwestern im Mini-Rock. Als Kinder waren wir da viel kreativer. Wir wollen also unser altes Halloween wieder!

1

Mit Freunden um die Häuser ziehen statt auf schlechten Partys abstürzen

Früher war alles besser. Anstatt eine langweilige Party durch jede Menge Alkohol interessanter und lustiger zu machen, schnappten wir uns früher die Nachbarskinder und zogen allein um die Häuser. Wir hatten mehr Spaß, rannten vor dunklen Gestalten davon und gruselten uns die ganze Nacht, während wir heute kurz nach 12 besoffen den Taxifahrer zulallen.

2

Bauchweh statt Kater

Früher war unsere größte Sorge, den Sack voller gesammelter Süßigkeiten heimlich und unbemerkt an seinen Eltern vorbei zu schleusen. Im Kinderzimmer wurde dann getauscht, probiert und aufgerissen bis am Ende das meiste weg war. Danach wurden wir zwar ab und an mit Bauchweh bestraft, am nächsten Tag naschten wir  aber schon vor dem Frühstück ausgiebig weiter. Heute geben wir uns im Club die Kante und bevor wir ein weiteres Mal „Tequila“ schreien können, liegen wir auch schon mit mega Kater im Bett und wundern uns, wer der Vampir ist, der da neben uns schläft.

3

Gruselige Gespenster statt sexy Krankenschwestern

Um die ominöse Frage der Verkleidung drehten sich in deiner Kindheit schon Wochen vor Halloween alle Gespräche, egal ob du 10 oder 15 warst. Auch Mamas Bettlaken mussten teilweise daran glauben. Gespenst sein ist eben mit Opfern verbunden. Während du dich früher auch super gerne als Spinne, Vampir oder Hexe verkleidet hast, musst du heute erstmal den Coolness-Faktor checken. So sehen auf den Partys heute alle irgendwie gleich aus. Leicht bekleidete Krankenschwestern tanzen mit glitzernden Vampiren – wie lame.

4

Übernachtungspartys statt One-Night-Stand

Ach, war die Vorfreude groß, wenn man wusste, dass endlich Halloween ist und bei der besten Freundin auch noch eine Sleep-Over-Party mit Matratzenlager, unzähligen DVDs und Süßigkeiten en masse stattfand. Für den richtigen Grusel-Faktor wurde die Horror-DVD Sammlung des älteren Bruders geplündert. Wir machten es uns im Wohnzimmer mit unzähligen Decken und Kissen gemütlich und starrten mehr in unsere Handflächen, als auf den Bildschirm. Heute kann man nach einer schlechten Party in der Großraumdisco froh sein, wenn man noch jemanden abschleppt. Der Gruselfaktor kommt dann erst am morgen danach…

5

In dunklen Kellern Versteck spielen statt auf verlassenen Straßen nach Hause laufen

Wenn die letzten Lichter ausgemacht werden, die Kürbisse noch gespenstisch flackern und der Zeiger gegen 12 geht, ist es Zeit für die Geisterstunde. Nie wieder konnten wir uns so ausgelassen herrlich gruselnd im Keller bei den Eltern verstecken und fangen spielen. Wir haben uns gegenseitig erschreckt und sind mindestens einmal tausend Tode gestorben, wenn irgendein Geist oder Vampir um die Ecke kam. Heutzutage ist das leider nicht mehr ganz so geil, denn die Situationen, die uns jetzt noch wirklich Angst machen, sind welche auf die wir am liebsten verzichten würden. Niemand läuft gern allein nach Hause, egal ob Halloween ist oder nicht.

6

Kürbismatsch-Schlachten statt Kürbis-Suppe

Ach ja, mit dem Herbst kam auch die lang ersehnte Kürbis-Zeit. Wie wir uns freuten endlich die riesigen Kürbisse mit ihren matschigen Kernen auszuhöhlen. Stundenlang saßen wir draußen in der Kälte und schaufelten Löffel um Löffel von der klebrigen Masse heraus. Egal, wer uns dabei half, irgendwann artete es immer aus und der Matsch flog uns um die Ohren. Heute höhlen wir nur noch die kleinen Hokkaido-Kürbisse aus, schneiden keine lusigen Gesichter in sie, sondern verkochen sie, um daraus eine gesunde Suppe zu machen. Wie langweilig.

7

Nachbarn ärgern & Nachbarn ärgern

Hatten wir früher öfter Ärger mit den Nachbarn, weil wir zu laut Musik hörten oder die Teenie-Party in lautes Gekreische überging, war der 31. Oktober immer eine super Gelegenheit, um unsympathische Nachbarn zu ärgern. Ob wir nun Sturm klingelten oder ihre Wohnungshaustüre mit Klopapier einwickelten, uns fiel immer etwas ein, wie wir ihnen das Leben zur Hölle machen konnten. Heute ärgern wir immer noch gerne die Nachbarn, nur nicht mehr unbedingt absichtlich. Wenn wir ausgerechnet um 2 Uhr früh unseren Haustürschlüssel nicht mehr finden können, oder einfach das Schloss nicht mehr treffen, bleibt ja fast nix anderes als zu klingeln. Natürlich könnten wir auch bei Freunden schlafen, aber jetzt stehen wir ja auch schon hier.

8

Heimlich Horrorfilme schauen statt gelangweilt durch Netflix zu klicken

Hätte man doch bloß mal auf den älteren Bruder gehört, als er uns prädigte, dass Horrorfilme FSK 18 ein bisschen zu heftig für uns sind. Trotzdem klauten wir die DVD und präsentierten sie stolz den besten Freunden. Ab Sekunde eins flüchteten wir dann aber schreiend, Augen und Ohren zuhaltend zu Mama und Papa ins Wohnzimmer. Heute sind wir durch die alltägliche Flut an Nachrichten über brutalste Gewalt und durch Filme wie SAW dermaßen abgestumpft, dass wir uns eigentlich gar nicht mehr gruseln. Schade eigentlich.

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Bildquelle: Flickr unter CC 2.0 Lizenz

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