Welt-Aids-Tag: Schluss mit Vorurteilen!

Noch immer gibt es viel zu viele Vorurteile und Unwissen über HIV und Aids. Bild: Pexels

Seit über 30 Jahren findet am 1. Dezember der Welt-Aids-Tag statt. An diesem Tag wird nicht nur an die Menschen gedacht, die an den Folgen von HIV und Aids gestorben sind, sondern auch an die Rechte von HIV-positiven Menschen erinnert. Weiterhin haben nicht alle Menschen die Möglichkeit, Zugang zu Informationen, Medikamenten und ausreichend Unterstützung zu erhalten. Und noch immer müssen sich Betroffene mit Stigmatisierung und Verurteilung auseinandersetzen, die vollkommen unbegründet, aber aufgrund der geringen Aufklärung leider für viele Menschen alltäglich sind. Deswegen haben wir uns mit dem Thema auseinandergesetzt, um mit den Vorurteilen aufzuräumen!

Ist Aids dasselbe wie HIV?

Nein, HIV bedeutet „Humanes Immundefizienz-Virus“ (= menschliches Abwehrschwäche-Virus) und schädigt das eigene Immunsystem stark. Ohne eine ausreichende Behandlung können eindringende Krankheitserreger wie Bakterien, Pilze oder Viren nicht mehr bekämpft werden. Kurz nach einer HIV-Infektion treten oft grippeähnliche Symptome wie Fieber, Lymphknotenschwellung oder Schweißausbrüche auf, die jedoch nach kurzer Zeit wieder verschwinden. Die Symptome können sich individuell stark unterscheiden und natürlich auch bei anderen Krankheiten auftauchen, deshalb ist es ratsam und sinnvoll, sich einem HIV-Test zu unterziehen. Dieser ist die einzige Möglichkeit herauszufinden, ob man HIV-positiv ist. Den Test kann man anonym bei Teststellen wie der Aidshilfe oder Gesundheitsämtern machen und sich vor Ort beraten lassen. Auch viele Ärzt*innen bieten HIV-Tests an. Wer sich dabei jedoch unwohl fühlt, kann auch auf Selbsttests zurückgreifen, die zu Hause durchgeführt werden können und binnen weniger Minuten das Ergebnis anzeigen. Trotzdem sollte man sich im Anschluss auf jeden Fall in ärztliche Behandlung begeben. Denn ohne eine entsprechende Behandlung ist das Immunsystem irgendwann so geschwächt, dass bestimmte lebensbedrohliche Krankheiten, wie zum Beispiel schwere Lungenentzündungen, auftreten können. In diesem Fall spricht man von Aids, also dem „Acquired Immune Deficiency Syndrome“ (= Erworbenes Abwehrschwäche-Syndrom).

Wenn mich nicht gerade meine unstillbare Lust nach fantasiereichen Büchern und Filmen umtreibt, habe ich eine Schwäche für tiefgründige Kneipengespräche, kalten Kaffee, einsame Wälder und – natürlich – das Schreiben von alltäglichen, spannenden und neuen Geschichten.