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Bilder: Die zauberhafte Schönheit des Albinismus

Menschen mit Albinismus werden in vielen Teilen der Welt immer noch stigmatisiert. Yulia Taits will dieses Stigma brechen – mit einer Fotoserie.

Albinos sehen anders aus als der Großteil der Weltbevölkerung. Wenn wir sie zufällig im Supermarkt treffen würden, müssten wir kurz stutzen. Denn sie haben weder braune, noch blonde oder schwarze, sondern weiße Haare und eine auffällig helle Haut. Aufgrund eines Gendefekts haben sie Probleme, das Farbpigment Melanin zu bilden. So kann Sehschwäche und eine starke Hautempfindlichkeit auftreten. Sonnenstrahlen stellen ein großes Risiko für Hautkrebs dar, da Albinos viel schneller Sonnenbrand bekommen. Was wir wunderschön finden, stellt in Tansania und weiteren Teilen Afrikas eine Lebensgefahr dar.

Denn die Betroffenen werden ausgegrenzt. Im südöstlichen Teil des Kontinents leben 93 Prozent der Bevölkerung immer noch nach altem Aberglauben. Verbrennungen angeblicher Hexen und die Verfolgung von Albinos inklusive. Körperteile der Albinos werden für viel Geld an sogenannte „Hexendoktoren“ verkauft, da Haut, Knochen und Haare Glück bringen sollen. Zusammengemixt in Zaubertränken oder an Fischernetze gewebt, sollen sie Reichtum bringen. Leider glauben die dort lebenden abergläubischen, kaum gebildeten Menschen daran. Albinos werden getötet und verstümmelt, wenn sie nicht vorher schon wegen der gefährlichen Sonnenstrahlen sterben. Sonnencreme und Schutzkleidung können sie oft nicht bezahlen.

 

Einzigartige Schönheit

 

Was in Afrika eine absolute Horrorgeschichte ist, ist für die westlichen Ländern einfach eine seltene Besonderheit. Durch Medikamente und spezielle Sonnencremes können Menschen mit Albinismus hier ein normales Leben führen. Fotografin Yulia Taits faszinierte ihre „einzigartige Schönheit“. Durch einen weißen Hintergrund, schneeweiße Kleidung und romantische Verspieltheit stellt sie jetzt den ursprünglichen Gendefekt anders da, als wir ihn bisher kennen. Ganz weit weg von Augenproblemen und Ausgrenzung zeigt sie uns, wie vielfältig wir sind: Von Albinismus betroffene Menschen sind einfach nur wunderschön. Genauso, wie sie in Zukunft hoffentlich weltweit gesehen werden.

 

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