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Liebeserklärung an: Die To-Do-Liste

Liebe To-Do-Liste, danke, dass du mein Leben strukturierst, ohne dich herrscht Chaos.

Es sind die kleinen Dinge, die uns unseren tristen Alltag versüßen und das Leben ein bisschen besser machen. Ob es hübsche Gänseblümchen sind, die am Straßenrand wachsen oder eine Kugel deiner liebsten Eissorte – wir alle haben kleine Muntermacher in unserem Alltag, über die wir nur selten ein Wort verlieren. Das soll sich jetzt ändern! Wir bieten euch eine Liebeserklärung an die kleinen Dinge, die uns in stressigen Situationen retten, an schleppenden Tagen motivieren oder uns die guten Tage versüßen!

 

Liebe To-Do-Liste, ich möchte mich bei dir dafür bedanken, dass du mein Leben strukturierst. Du begleitest mich bereits seit so vielen Jahren und hast mit mir viele Zeiten überstanden.

 

Es fing damals in der Schule an mit uns beiden. Hausaufgaben, Tests und Klausuren konnte ich mit dir prima managen. Ich wusste nicht nur wann welche Aufgaben anstanden, sondern auch wie ich mich am besten darauf vorbereite. Montags Vokabeln lernen, dienstags Mathehausaufgaben und mittwochs dann die Deutschanalyse. Ich schrieb dich wie eine Verrückte, vor allem im Unterricht, um meine Aufgaben fürs Wochenende zu strukturieren: Wieder eine Liste der Hausaufgaben der kommenden Woche, Wohnungsputz, einen Artikel für die Tageszeitung schreiben, ein Buch zu Ende lesen. Ich habe dich auch immer mit Dingen bestückt, die ich gerne mache. Und je mehr Stichpunkte ich als erledigt abhaken konnte, desto glücklicher machte mich das.

Wir haben zusammen Abitur gemacht. Ohne dich, wäre das nie etwas geworden. Ohne dich hätte ich den Geschichtsleistungskurs nie gemeistert. Und auch nach der Schule wolltest du mein stetiger Begleiter im Studium sein. Neben Abgabeterminen von Hausarbeiten, Präsentationen und Klausuren reihten sich Partytermine und –vorbereitungen. Oft warst du Teil meines Kalenders oder eine Erweiterung. Aus dir wird auch immer schnell ein Einkaufszettel oder eine Erinnerung.

„Steuererklärung schreiben“ statt „Hausaufgaben machen“

 

Du musstest aber auch viel durchmachen. Du musst mit meiner Sauklaue leben, du wirst immer wieder durchgestrichen, zerknüllt oder mit Tipp-Ex zugekleistert, manchmal aber auch bunt angemarkert. Seit Neustem gibt es dich auch digital in einem Textdokument, das ich in einer Cloud speichere. Ich gebe zu, manchmal nervst du mich auch, wenn du einfach nicht kürzer werden willst. Wenn du sogar länger wirst. Wenn ich Netflix anschalte und du mich böse anguckst, wenn ich wieder viel zu spät ins Bett gehe.

Aber du bist auch schon so oft meine Rettung gewesen. Ohne dich würde ich alles Mögliche vergessen. Du gibst mir Sicherheit. Ja, durch dich habe ich oft das Gefühl, alles im Griff zu haben, weil du mir schwarz auf weiß sagst, was ansteht und was ich machen muss. Du bist stetig gewachsen um Themen wie „Geschenke kaufen“, „Einkaufen gehen“, aber auch um „Deadline Artikel“, und „Jeden Tag ein Post auf der Facebook-Seite posten, die ich betreue.“ Du bist mit mir gewachsen. Jetzt gibt es keine Hausaufgaben mehr. Jetzt steht da „Rechnung schreiben“ oder „Steuererklärung machen“ und ab und zu dann doch wieder „Geburtstag vorbereiten“ und „Freunde treffen“. Fakt ist, viele hassen dich und können mit dir nichts anfangen, aber ich sehe das anders. Du bereicherst mein Leben, ohne dich herrschte Chaos.

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