Ava Max zählt zu den ganz großen Künstler*innen in der aktuellen Pop-Welt. Mit Songs wie „Sweet but Psycho“ (1,1 Milliarden Streams auf Spotify) oder „Kings and Queens“ (knapp 500 Millionen Streams auf Spotify) liefert sie ihren Fans einen Hit nach dem anderen. Im Interview mit ZEITjUNG blickt die 27-Jährige zurück und erzählt unter anderem, welche große Rolle ihre Mutter beim Aufbau ihrer Musikkarriere gespielt hat.

ZEITjUNG: Eine deiner zentralen Messages als Künstlerin lautet: Starte deinen eigenen Trend, und folge keinem. Sei dir selbst treu. Das erfordert unglaublich viel Mut. Warst du schon immer so?

Ava Max: Oh ja, war ich. Ich war schon immer so, dass ich nicht der Masse gefolgt bin. Ich habe immer alles hinterfragt. Manche Menschen mögen das nicht, aber so ich bin. Ich liebe Vielseitigkeit und unverblümt zu sein. Mich interessiert es nicht, was irgendjemand denkt. 

ZEITjUNG: Lass uns ein bisschen weiter in der Zeit zurückgehen und über die junge Ava Max reden. Was für eine Art von Kind warst du?

Ava Max: Ich war verrückt. Wenn mir irgendetwas in die Quere kam, bin ich rasend geworden. Ich habe geschrien, geweint – ich will es und ich bekomme es. Am Ende habe ich alles bekommen, was ich wollte. Meine armen Eltern (lacht). 

ZEITjUNG: Was hat dir dabei geholfen so selbstbewusst zu sein?

Ava Max: Ich weiß es nicht. Die Liebe zur Musik. Ich hatte ein Ziel. Deshalb bin ich so geworden. 

ZEITjUNG: Du hast in deiner Kindheit auch Karaoke gesungen. Wenn du heute eine Playlist erstellen würdest, welche drei Songs würde sie definitiv beinhalten?

Ava Max: No Scrubs, TLC. Ich liebe die Lyrics. I wanna Dance Withe Somebody von Whitney Houston, weil ich das wirklich überall gesungen habe. Und auch Fallin‘ von Alicia Keys. Das habe ich in allen meinen Talent-Shows gesungen. Sie erinnern mich alle an meine Kindheit. 

ZEITjUNG: In anderen Interviews hast du gesagt, dass du schon immer in die Richtung Singen gegangen bist. Glaubst du, dass es dafür einen genauen Grund gibt?

Ava Max: Es ist komisch. Als ich jünger war, habe ich alle diese schweren Songs gesungen. Meine Mum hat dann gelacht und gefragt, wie ich das gemacht habe. Als ich jünger war, war das für mich ein ganz normal. Ich habe meine Stimme nie trainiert, es kam einfach aus mir raus. Ich habe mir gesagt: Das ist es, wofür ich bestimmt bin. Es war aber auch Fluch und Segen zugleich. Zu wissen, dass man in einem jungen Alter etwas sehr gut kann, aber nicht zu wissen, wie man dorthin kommt, kann sehr stressig sein. Und das war es.