Bahama, Baby! Wie du Reisen und die Welt verbessern kannst

Fernreisen wecken Sehnsüchte in uns – und ein schlechtes Gewissen: Sie erweitern unseren Horizont, aber schmälern unseren Geldbeutel. Von der CO2-Bilanz ganz zu schweigen. Doch es geht auch anders:

Einmal um die Welt, bitte: Sabbaticals mit Airbnb

Airbnb schickt immer wieder Freiwillige auf „Sabbaticals“. Ob in italienische Bergdörfer, zum Südpol oder auf die Bahamas – es geht zu den abgelegensten Orten. Nur eines haben sie gemeinsam: Sie brauchen deine Hilfe.

Als Volonteer erweckst du gemeinsam mit lokalen NGO’s verschlafene Bergdörfer zu neuem Leben, wirst Teil einer antarktischen Forschungs-Expedition oder hilfst nach Natur-Katastrophen beim Wiederaufbau.

Bahama, Mama!

Letzteres ist auf den Bahamas der Fall: Hurrikan Dorian verwüstete große Teile dessen, was für die Inseln wertvoll ist: die Schönheit der Natur und die touristische Infrastruktur. Die Folge: Der Tourismus stürzte ein und das empfindliche Ökosystem geriet aus dem Gleichgewicht. Als Volonteer erntest du Meeres-Schwämme, schaffst eine „Korallenschule“ für Jung-Korallen, pflanzt neue Bäume und rettest die Ananas- und Tee-Plantagen.

Der einzige Haken an der Sache: Die Helfer-Teams sind sehr klein (meistens nur 5 Menschen) und die Anzahl der Bewerber sehr groß. Wird nix? Dann tröste dich mit den nächsten Inspirationen.

Back to the Roots: „Wwoofing“

Beim „Wwoofing“ arbeitest du weltweit auf ökologischen Farmen mit. Das Prinzip ist einfach: Vier Stunden Arbeit am Tag gegen Kost und Logis. Positiver Nebeneffekt: Ein Wwoofer kommt selten allein. Egal, ob du in Kanada oder im Schwarzwald deine Hände in feuchter Erde vergräbst – dabei plauderst du mit 99-prozentiger Sicherheit mit jungen Menschen aus aller Welt.

Wwoofing ist also nicht nur gut, um der Uni oder dem Großraum-Büro mal den Rücken zu kehren und runter zu kommen – sondern auch eine Reise, die du wunderbar alleine antreten kannst. Du urlaubst lieber mit Tieren als mit Menschen? Kein Problem – hier findest du auch ein großes Angebot an Alpaca-Farmen, Island-Pony-Höfen oder Faultier-Auffang-Stationen. Je nachdem, auf welchen Kontinent du reist.

Zu wenig Zeit und du brauchst einfach nur Erholung?

Falls du während deines ohnehin schon knapp bemessenen Jahresurlaubes nicht „arbeiten“ willst – mehr dazu zum Beispiel unter freiwilligenarbeit.de – gibt es Wege, um nachhaltiger zu reisen. Und ja, das kannst du wirklich beeinflussen.

Auf Webseiten wie fairunterwegs.org kannst du nach deinem Urlaubsziel suchen und wichtige Facts darüber lesen: Wie sieht es mit der Transport-Energiebilanz aus? Werden Menschenrechte in diesem Land beachtet? Suchst du dir hier ein Land aus, das du mit deinem ökologischen Fußabdruck vereinbaren kannst, hast du schon einen Beitrag geleistet.

Auch beim Gepäck kannst du auf Nachhaltigkeit achten, indem du beispielsweise einen Koffergurt statt Folie um deinen Koffer wickelst, feste Seife nutzt, und und und.

Wie du siehst: Reisen, die Welt verbessern und Nachhaltigkeit muss sich nicht unbedingt ausschließen – also versuch dein Glück, bewirb dich für die Bahamas, woof dich durch die Welt und nimm dein Reiseziel schon vorab unter die Lupe. In diesem Sinne: Volontourismus for future!

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Bildquellen: Unsplash & Pixabay, CCO-Lizenz

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