Bilder: Ein Coming-Out in Selbstportraits

Coming-out Gender

Er sitzt nackt in einem Meer aus Eisschollen, bemalt seinen Körper mit schwarzer Farbe oder schwebt zu einem Wasserfall hinauf: Rob Woodcoxs Fotografien sind mal realistisch, dann wieder vollkommen unwirklich.  Dabei bestechen sie nicht nur mit ihrer Ästhetik – hinter jeder isländischen Panoramaaufnahme steckt auch eine besondere Message.

 

Intime Portraits eines Identitätssuchenden

 

Der Fotograf hat nämlich eine gefühlsintensive Zeit hinter sich, insbesondere die letzten beiden Jahre waren geprägt von schwindelerregenden Höhen und geradezu niederschmetternden Tiefen: Es dauerte seine Zeit, bis er lernte, zu sich und seiner Homosexualität zu stehen. Mit seinen surrealen Selbstporträts offenbart uns der Amerikaner sein Inneres und dokumentiert die verschiedenen Stationen seiner Comingout-Story. Seine treffenden Metaphern führen vom falschen Selbstbild über unzählige Lügen bis zum erlösenden Befreiungsschlag – so unverhofft direkt, dass wir uns dem Zauber seiner eindrucksvollen Identitätssuche nicht entziehen können: