Ästhetik pur: Nackte Körper in Schwarz und Weiß

Bild 2

Cem Edisboylus Fotos sind reduziert, schwarzweiß und nackt. Aber nicht langweilig oder gar trist. Die Bilder zeigen seine Models so, wie wir alle auf die Welt kamen – ohne Kleidung, ganz pur und vollkommen friedlich. Alles, was Cem Edisboylu heute kann, hat er sich selbst beigebracht. Obwohl man ja eigentlich weiß, dass Kreativität nicht erlernbar, sondern nur ausprägbar ist. Kreativität sitzt im Inneren und wartet auf ein Ventil, um raus gelassen zu werden. Bei Cem Edisboylu geht das durch die Aktfotografie.

Blank, pur und ohne Requisiten

Das Fotografieren von Menschen startete er erst Ende 2010, im Alter von rund 45 Jahren. Gebürtig stammt der Künstler aus dem Schwarzwald, mittlerweile hat er sich in Bonn niedergelassen. Hier sucht er auch immer wieder Locations, in welchen er ungestört seiner Leidenschaft nachgehen kann. Die Idee zu den schlichten, aber so ausdrucksstarken Bildern kam ihm, als er bei einem Aktshooting 2014 zufällig ein solches Bild schoss. Eines ohne Requisiten, nur Knochen und Haut. „Es fühlte sich für mich gut und richtig an, ich wusste noch nicht genau, warum. Ich zwang mich, die Raum-, Ort- und Lichtsituation zu wiederholen. Sich selbst sehr begrenzte Rahmenbedingungen zu setzen, wird hoffentlich gut für die Konzentration auf Qualität und Inhalt sein“, erzählt der Fotograf, der eigentlich hauptberuflich als Informatiker arbeitet.

Obwohl die Fotografien hauptsächlich nackte Frauen zeigen, denkt man bei diesen Bildern nicht an Erotik, Sex oder gar schmuddelige Kalenderbildchen – nein, die Portraits sind ästhetisch und voller Kunst, die einen in einen Bann zieht, aus dem man nur schwer wieder heraus kommt.

Praktikantin: Ein Jahr tingel ich jetzt schon durch die verschiedensten Redaktionen Süddeutschlands. Nun, bei ZEITjUNG angekommen, weiß ich, was ich will: schreiben, kreativ sein und vorallem Spaß bei der Arbeit haben – und das geht hier ziemlich gut! Auf meiner To Do-Liste steht – neben Weltenbummlerin werden eine Katzenpension eröffnen und dabei so viel Schokoeis wie nur möglich in mich zu stopfen – tatsächlich auch noch studieren und „was Richtiges“ werden. Also, irgendwann.