Die Börse – damals und heute

Spätestens dann, wenn der nächste „Crash“ ansteht, die nächste „Bubble“ platzt oder ein Unternehmen über Nacht mal wieder Millionen verliert (oder gewinnt), werden wir wieder an ihre Existenz erinnert: Die Börse – das Aushängeschild des Kapitalismus. Da wir selbst in so einem System leben, wäre ein kurzer Blick in ihre Historie sowie auf die Auswirkungen, die sie auf unser heutiges Leben hat, doch durchaus angebracht.

Dieses Bild hat jede*r vor Augen: In einem riesigen Raum voller Bildschirme mit Graphen, Zahlen und Werten, die sekündlich aktualisiert werden, rufen sich Händler und Aktionäre pausenlos Sachen zu. Alle beobachten, kaufen und verkaufen hektisch Aktien – ein großes Durcheinander. Aber mit was wird denn da nun gehandelt? Und wieso all die Panik, wenn eine Aktie mal ein paar Prozentpunkte einbüßt – hat nicht jeder mal einen schlechten Tag?

Auf unserer Reise zu den Ursprüngen machen wir zu Beginn einen kurzen Abstecher ins Italien des 12. Jahrhunderts:

Handel unter freiem Himmel

In den Städten Venedig, Florenz, Lucca und Genua entstanden zunächst klassische Umschlagplätze für Waren – innerhalb kurzer Zeit wurde aber auch mit Staatsanleihen gehandelt, Kredite wurden verliehen und erste Termingeschäfte (Geschäfte, bei denen Zahlung und Lieferung auf einen Termin in der Zukunft verschoben werden) abgewickelt. Der Aktienhandel spielte damals aber noch gar keine Rolle und die Handelsleute trafen sich an öffentlichen Plätzen unter freiem Himmel – das alles hatte den Charme eines Marktplatzes.

Großer Anime-Fan und leidenschaftlicher Gamer mit einem Faible fürs Schreiben und das Lernen von Sprachen - gerne auch mal ausgefallenere wie Elbisch oder im Moment Mandarin. Zudem ein überzeugter Hemdenträger, exzessiver Nutzer der Farbe Schwarz (Dark Mode ist PFLICHT) und Katzenliebhaber.