Durchgesuchtet: Bridgerton

Die Serie „Bridgerton“ ist brandneu auf Netflix erschienen und spielt im 19. Jahrhundert. Spannend dabei: Vieles ist moderner als man denkt.

Atemberaubende Seidenkleider, strahlende Farben und Streichmusik. In der neuen Netflix-Serie „Bridgerton“ wird das 19. Jahrhundert Englands modern und skandalös eingefärbt. Seit dem 25.12. kann man acht Episoden der Serie bewundern. „Bridgerton“ ist eine Adaption der Liebesromane von Julia Quinn und wurde produziert von „Grey’s Anatomy“-Macherin Shonda Rhimes und Chris Van Dusen. Neben großer Romantik und Herzrasen schafft die Serie es aber auch das Thema Feminismus und People of Color einzubinden – ganz wie nebenbei.   

„Bridgerton“ spielt in Regency London, also zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Die Ballsaison des Jahres 1813 beginnt und das bedeutet für die Oberschicht Englands, dass ihre Töchter nun ihr Debüt auf dem Heiratsmarkt Londons haben. Auch die verwitwete Lady Violet Bridgerton ist bemüht darum, für ihre älteste Tochter Daphne eine gute Partie zu ergattern. Daphne ist eine bildhübsche junge Frau, die ihren sieben Geschwistern sehr verbunden ist. Sie wird schnell von der Queen als „Diamant der Ballsaison“ eingestuft und macht damit bei den heiratswilligen Männern Eindruck. Begleitet wird die diesjährige Ballsaison von einer unbekannten Lady Whistledown, die in einer Zeitung die Geheimnisse der Oberschicht aufdeckt und den englischen Adel aufmischt. Wer ist diese ominöse Frau, die auch zu den Zuschauer*innen der Serie spricht?  

Familie Bridgerton vor ihrem Haus – Daphne in der Mitte

Zwischen „Sissi“ und „Gossip Girl“, Anstand und Dekolleté, Ehre bewahren und Erotik: In „Bridgerton“ begleiten wir Daphne auf zahlreiche Bälle, bei denen sie dem umworbenen Duke of Hastings ins Auge springt. Der Duke ist ein Freund ihres ältesten Bruders Anthony und hat eine dunkle Kindheit durchlebt, die eine Zukunft mit Daphne fast unmöglich macht.  

Als Kölnerin liebe ich jedes bunte, tratschige oder politische Thema. Daneben findet man mich auf der Yogamatte oder in der nächsten Eckkneipe, immer im Gespräch mit anderen Menschen.