Fotoprojekt mit 100 Einwegkameras: Obdachlose zeigen, wie sie London sehen

Cafe Art My London

Mit 100 Einwegkameras Gutes tun. Das ist das Konzept vom Cafe Art in London, die das Projekt „My London“ ins Leben gerufen haben. Ihr ungewöhnliches Fotoprojekt geht derzeit um die Welt. Paul Rayn ist Leiter des Cafe Arts und hat mit dem Projekt ein ganz klares Ziel vor Augen: „Our goal is to help empower people affected by homelessness, not only through photography and art, but through connecting with the public.“ Dafür hat das Cafe Art 100 Kameras an Obdachlose verteilt und sie nach einiger Zeit wieder eingesammelt. Die 2.500 Fotos, die unter dem Motto „My London“ entstanden sind, werden derzeit in London ausgestellt. Mehr als 2.400 Menschen haben gevoted und die besten 20 darunter ausgewählt.

Das Projekt wurde auch durch eine Crowdfundingaktion gepusht, um einen Kalender mit den 12 besten Bildern drucken zu lassen. Mit dem Geld können jetzt nicht nur der Druck, sondern auch die Fotografen bezahlt werden. Für sie soll die Teilnahme an dem Projekt nicht nur Unterstützung bringen. Sie sollen dadurch vor allem wieder ihr Selbstwertgefühl stärken. Kunst soll sie wieder in die Gesellschaft integrieren. Und wir dürfen an ihrem etwas anderen Blickwinkel auf die Metropole London teilhaben.

 

Wir haben für euch die 12 Bilder, die im „My London“-Kalender abgedruckt wurden:

Praktikantin: Am Ehrgeiz hat es mir bisher nie gemangelt. Ich verliere mich schnell und gerne in der wunderweiten Welt von Pinterest und Co. und bin sehr ausdauernd darin, kleine bunte Bilder nach oben zu schieben. Als Online-Journalistin weiß ich, wie man professionell stalked und Facebook zum ultimativen Rechercheinstrument macht. Ich bin Nordlicht, Online-Verrückte und modeverliebt. Auch wenn es viele in meinem Alter in die Ferne zieht, bleibt mein Lieblingsort Zuhause.