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Good news, everyone: Cannabis gibt’s jetzt auf Rezept!

Der Bundestag hat Marihuana auf Rezept freigegeben. Was sich ändert und was gleich bleibt, erfahrt ihr hier!

Es wurde aber auch wirklich Zeit. Seit Jahren versuchen der deutsche Hanfverband, die Grünen und viele weitere Aktivisten auf die tatsächlichen positiven und negativen Aspekte des Kiffens aufmerksam zu machen. Dass Cannabis weniger schädlich als Alkohol oder Tabak ist, haben mittlerweile einige Studien bewiesen. Gerade in der Medizin ist Cannabis ein günstiger Ersatz für Schmerzmittel – abgesehen davon, dass herkömmliche Arzneien meist mit heftigen Nebenwirkungen und schweren Folgen für Körper und Immunsystem daherkommen. Das hat jetzt auch der Bundestag eingesehen. Gestern wurde eine Gesetzesänderung verabschiedet, die Schmerzpatienten den Weg zur Linderung vereinfachen soll.

 

 

Bis dato mussten betroffene Schmerzpatienten bei der Bundesopiumstelle eine Ausnahmeerlaubnis für den Erwerb der grünen Blüten beantragen. Das Gras konnte dann über ausgewählte Apotheken geordert werden. Auf den Kosten blieben die Patienten allerdings sitzen, denn die Krankenkassen bezahlten nur in den wenigsten Fällen. Doch genau das soll sich durch die Gesetzesverabschiedung bis März ändern.

Selbst die Drogenbeauftragte Marlene Mortler begrüßte die Änderung: „Wem Cannabis wirklich hilft, der soll Cannabis nun auch bekommen können, in qualitätsgesicherter Form und mit einer Übernahme der Kosten durch die Krankenkassen.“ Der Anbau der Pflanzen bleibt jedoch weiterhin verboten. Es könne nicht einheitlich festgestellt werden, wie viel von dem Wirkstoff THC in einem Joint enthalten sei, auch die Qualität sei minderwertig im Vergleich mit dem Apotheken-Produkt.

Die Gesetzesänderung bringt das Gespräch mal wieder auf die Debatte der kompletten Legalisierung. Doch hier hörte man vom Gesundheitsminister der CDU nur ein empörtes „Nein!“ Dass zumindest die Entkriminalisierung gut funktioniert, zeigt das Beispiel der USA. Wann es aber auch in Deutschland dazu kommt, ist nicht wirklich absehbar. Lasst uns hoffen, dass es nicht noch einmal zehn Jahre dauert.

Und weil wir wissen, wie gerne wir alle Gras beim Wachsen zusehen, hier noch einige wunderhübsche Bilder:

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