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Peng! Gefälschte CSU-Wahlplakate sorgen vor der Landtagswahl in Bayern für Aufregung

Fälschungen und Verunstaltungen von Wahlplakaten scheinen heutzutage zum guten Ton zu gehören. Jetzt mussten Plakate der CSU dran glauben.

Kurz vor der Landtagswahl in Bayern sind in der Münchner Innenstadt gefälschte Wahlplakate der CSU aufgetaucht. Auf ihnen sind CSU-Politiker wie Horst Seehofer oder Markus Söder zu sehen, die auf den verfremdeten Plakaten für scheinbar „Mehr Faschismus“ werben. Der Urheber dieser Fälschungen ist unbekannt, allerdings ist die mediale Verbreitung der Aktion auf das Berliner Peng! Kollektiv zurückzuführen.

Auf Pappe gedruckte Fälschungen

 

Das Peng! Kollektiv aus Berlin hat wieder zugeschlagen und gefälschte Wahlplakate der CSU in den sozialen Netzwerken verbreitet. Kurz vor den Landtagswahlen in Bayern waren in München diverse verfremdete Plakate der Partei aufgetaucht, die den Slogan „Mehr Faschismus wagen“ propagierten. Auf den zwei bearbeiteten Versionen sind einerseits der bayerische Ministerpräsident Markus Söder und andererseits der Innenminister Horst Seehofer, sowie der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz und der italienische Innenminister Matteo Salvini gemeinsam zu sehen. Bei einer polizeilichen Begehung der Orte, an denen die Plakate vermutet wurden, waren diese allerdings schon wieder verschwunden. Die Berliner Aktivistengruppe bestreitet allerdings, der Urheber der auf Pappe gedruckten Plakate zu sein. Jedoch bestätigte Gil Schneider, Mitglied des Kollektivs, im Gespräch mit jetzt.de, die Macher der Plakate zu kennen, die ihre Identität aber geheim halten.

 

Die üblichen Verdächtigen: Das Peng! Kollektiv

 

Bereits in der Vergangenheit hat die besagte Berliner Vereinigung, die an dieser Aktion allerdings nur bedingt beteiligt ist, für aufsehenerregende Aktionen gesorgt. Vor gut einem halben Jahr hatte das Peng! Kollektiv dazu aufgerufen, Lebensmittel, die unter schlechten Bedingungen hergestellt wurden, aus Supermärkten zu klauen. Das dabei gesparte Geld sollten die Diebe dann über eine Internetseite an Gewerkschaften spenden, die die Interessen der Lebensmittel-Produzenten vertreten. Apropos: Auch im Kapern von Internet-Domaines und im Erschaffen von fiktiven Identitäten sind die Aktivisten erprobt. Ihre Aktionen sind deutschlandweit bekannt und stets im Fokus der Kritik.

 

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Bildquelle: Screenshot Instagram

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