Cybermobbing: Kampf gegen Hass im Netz

Eine Junge Frau sitzt vor einer Wand, auf der Plakate gegen Mobbing angebracht sind

Im Zeitalter des Internets kommt es immer häufiger zu Mobbingattacken in sozialen Netzwerken – doch auch abseits von Instagram, Facebook und Co. werden viele junge Menschen Opfer physischer und vor allem psychischer Gewalt. Um gegen diese Entwicklungen vorzugehen, braucht es klare Regelungen und engagierte Unterstützer*innen. Der Content Creator @itzjul, die Instagram-Managerin Mathilde Burnecki sowie die junge Beratungsstelle Juuuport haben sich dieser Aufgabe angenommen. Als Expert*innen im Kampf gegen Cybermobbing stehen sie unseren Fragen Rede und Antwort.

Mathilde Burnecki, Strategic Partner Manager bei Instagram

Die Managerin Mathilde Burnecki, eine junge Frau mit braunen, langen Haaren
Instagram-Managerin Mathilde © Mathilde Burnecki

Wie geht Instagram gegen Hasskommentare vor?

Jede*r soll sich auf Instagram wohl und sicher fühlen und sich frei ausdrücken können. Mit unseren Gemeinschaftsrichtlinien möchten wir das sicherstellen und unsere Community schützen. In diesen Richtlinien wird unter anderem festgelegt, dass Hassrede, also Inhalte, die Menschen aufgrund ihrer persönlichen Eigenschaften angreifen, verboten ist. Damit sich jede*r daran hält, setzen wir eine Kombination aus menschlicher Überprüfung und Technologie ein, um Inhalte, die gegen unsere Richtlinien verstoßen, ausfindig zu machen und zu löschen. Du kannst jederzeit Accounts, Beiträge, Kommentare oder Nachrichten an uns melden, die unser Team aus weltweit 15.000 Menschen in mehr als 50 Sprachen überprüfen.

Außerdem lege ich dir ans Herz, unsere Sicherheitsfunktionen nutzen, um dich selbst vor beleidigenden Kommentaren oder Nachrichten zu schützen. Zum Beispiel kannst du mit dem Kommentarfilter Wörter oder auch Emojis, die du als beleidigend empfindest, ausblenden. Kommentare mit diesen Begriffen erscheinen dann nicht mehr unter deinen Beiträgen. Ähnlich funktioniert die „Nachrichten verbergen“-Funktion: Du kannst eine Wort-Filterliste für Direktnachrichten erstellen, die von Menschen kommen, die du nicht kennst. Nachrichtenanfragen, die dann diese Wörter oder Emojis enthalten, werden automatisch in den separaten Ordner „Verborgene Anfragen“ verschoben. 

Neben dem Kommentarfilter und der „Nachrichten verbergen“-Funktion, können Accounts auch jederzeit blockiert werden. Wenn du eine Person blockierst, kann diese nicht nach deinem Profil suchen. Solltest du dich mit dem Blockieren nicht wohlfühlen, so kannst du auch einzelne Accounts einschränken. Dadurch kann die Person die eigenen Kommentare zwar weiterhin sehen, allerdings erscheinen sie nicht unter deinem Beitrag. Wir rollen auch aus, dass bereits blockierte Personen dich auch nicht mit neuen Accounts belästigen können.

Wie kann es sein, dass trotzdem so viele Kommentare „durchrutschen“?

Über eine Milliarde Menschen nutzen Instagram jeden Monat, und bei dieser Größe können leider Fehler passieren. Wir wissen, dass wir in einigen Bereichen noch besser werden müssen und arbeiten immer weiter an Lösungen, damit du dich auf Instagram sicher fühlst. Dazu gehört auch, dass wir die Entscheidungen der Prüfer*innen ständig kontrollieren, um sie zu coachen und zu verbessern, wenn Fehler gemacht werden und Entscheidungen doppelt zu überprüfen.

Wir wissen, dass wir hier eine große Verantwortung haben und veröffentlichen deshalb viermal im Jahr einen Report, der zeigt, welche Fortschritte wir machen und wo noch Arbeit vor uns liegt. Zwischen Januar und März 2021 sind wir gegen 6,3 Millionen Inhalte in Bezug auf Hassrede vorgegangen, von denen wir 93,4% proaktiv gefunden haben, bevor sie uns jemand gemeldet hat. 

Aufgewachsen im Münsterland, zwischen Bauernschaften, Fahrrädern und Dorfpartys. Schreibt seit dem Kindergartenalter, von Kurzgeschichten bis hin zu News-Artikeln, liebt Musik, Sonne, gutes Essen und Gespräche über Gott und die Welt.