Back to the future: Woran werden wir uns erinnern, wenn Corona „vorbei“ ist?

Frau mit Maske und Klopapier unter dem Arm

Selbst wenn uns die zweite Welle gerade wieder dazu zwingt, uns zurückzuziehen, irgendwann wird sich auch das Corona-Virus auf dem Rückzug befinden und wir kehren (hoffentlich) zu unserem Pre-Covid-Alltag zurück. Woran werden wir uns am meisten erinnern, wenn es soweit ist? Wir wagen eine Prognose.

Hamsterkäufer*innen und ihr geliebtes Klopapier

Wtf. Wo ist das ganze Klopapier hin? Die Hamsterkäufer*innen haben wieder zugeschlagen und haben alles mitgenommen, was nicht festgeschraubt ist. Wir haben sie alle gesehen: die Videos, in denen jemand verzweifelt vor den Regalen steht und sich darüber beschwert, dass kein Klopapier mehr da ist. Und wenn ihr eine*r von denen wart, die auch gehamstert haben: schämt euch. 

Neue Begrüßungsformen

Küsschen links, Küsschen rechts oder Umarmungen zwischen Freunden sind nicht mehr. Es haben sich neue Begrüßungen etabliert. Der „Ellbogen-Stups“ oder das freundschaftliche „Füße-aneinander-reiben“ sind neue Ideen, um so Händeschütteln und Co. abzulösen.

Bananenbrot

Bananenbrot hat sich zu DEM Trendfood der Pandemie entwickelt. Warum das so ist, weiß niemand. Es wurde aber allgemein ganz viel gebacken, denn auch Lebensmittel wie Mehl, haltbare Milch und Hefe wurden zwischenzeitlich im Supermarkt knapp.

Die Babyelefanten-Abstandsregel

In Österreich kamen wir nicht um den Babyelefanten herum. Wenn Bananenbrot das Essen der Pandemie war, dann war der Elefant eindeutig das Tier. Nach der Fledermaus natürlich (ich glaube, es liegt auf der Hand, warum). In netten Werbespots wurde darauf aufmerksam gemacht, dass immer ein kleiner Babyelefant zwischen sich und der Person vor, hinter oder neben einem Platz haben musste. Ob mit ausgestrecktem Rüssel oder nicht – das wurde nie so genau definiert.

Homeoffice und Online-Uni

Für die Schulen und Universitäten hieß es schnell „Distance-Learning“. Und auch Arbeitgeber haben, wo es ging, auf Homeoffice umgestellt. Somit wurden wir schnell mit neuen Herausforderungen konfrontiert: die Katze oder der kleine Bruder crasht das Zoom-Meeting oder die Internetverbindung ist so schlecht, dass du eine ungewollte Arbeitspause einlegen musstest. Und die Jogginghose wurde zum Statement-Piece, das bei geschickt ausgewähltem Kameraausschnitt eh keiner gesehen hat.

Maskendiskussionen

Es gab immer diese Menschen, die sich weigerten, eine Maske zu tragen. Ob sie es damit begründeten, dass sie keinen „Maulkorb“ tragen wollen, oder das Gefühl hatten, durch CO2 langsam zu ersticken. Vor allem alle, die zu dieser Zeit im Einzelhandel arbeiteten, mussten sich regelmäßig einer Diskussion unterziehen und andere dazu auffordern, an die Gesundheit anderer zu denken.

Oma konnte nicht besucht werden

Ob Familie, Freunde oder Bekannte, die Anweisungen waren klar. Kontakte radikal zu verringern war an der Tagesordnung. Das hieß dann auch, dass wir die Oma oder andere Risikogruppen nicht besuchen konnten, egal wie sehr wir es wollten und wie sehr wir sie vermisst haben. Dafür wurde wieder mehr telefoniert, und vielleicht sogar der*m einen*m oder andere*n beigebracht mit Facetime und Co. umzugehen.

Social-Distance-Events

Es gab verschiedene Ideen, wie Events trotzdem abhalten werden konnten. Ob mit Abstand und Maske in einer Halle, mit einer Obergrenze an zugelassenen Teilnehmer*innen, zugewiesenen Tischen nur im Freien, eingesperrt in große Plastikbälle oder eingezäunt in kleine Bereiche. Nichts hat sich wirklich durchgesetzt, denn die meisten Konzerte und Veranstaltungen wurden gänzlich untersagt. 

Händewaschen! Aber richtig.

Vor der Pandemie haben es nicht alle mit der Hygiene der eigenen Hände so genau genommen. Als Händewaschen galten schon die drei Sekunden, in denen die Hände nach der Toilette kurz „befeuchtet“ wurden. Deshalb war es für manche ein kleiner Schock, dass 20-30 Sekunden als Minimum fürs Händewaschen festgelegt wurden. Um es uns allen ein bisschen leichter zu machen, gab es Anleitungen dazu, unterlegt mit Lyrics, um die Zeit abschätzen zu können. Die Grafik dazu konnte man sich unter „washyourlyrics.com“ erstellen.

Richtiges Händwaschen mit Songtext hinterlegt
Händewaschen

Geschlossene Läden, leere Straßen und „Pizza to go“

Während des Lockdowns waren nur wenige Menschen auf den Straßen zu sehen und auch der Verkehr wurde merklich weniger. Läden waren abwechselnd geöffnet, dann wieder geschlossen und die Gastronomie musste auf Abhol-Angebote umstellen oder dicht machen.

Warum diese Umstellung auch gute Seiten hatte, das könnt ihr hier nachlesen.

Donald Trumps Desinfektionsmittel-Infusion

Donald Trump hat sich zum Pandemie-Experten erklärt. „Wir hätten kein Virus, wenn wir nicht testen würden!“ Und wie könnten wir jemals vergessen, als er angedeutet hat, dass Desinfektionsmittel in den Adern eventuell das Virus abtöten könnte.

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Bildquellen: Unsplash; CCO-Lizenz