BerlinBeziehungClubdatingLiebeSexSexlebenSexualität

Datinghölle Berlin: „Wir könnten ja mal auf ’ne Sexparty gehen!“

Berlin: hier gibt es noch mehr Tinder-Accounts als Startups und Vintageläden, denn monogame Liebe ist schließlich langweilig. Warum es in Berlin so schwer ist, ein normales Date zu erwischen.

Folge ZEITjUNG auf FacebookTwitter und Instagram!

Bildquelle: Duri from Mocup unter CC0 Lizenz

Kommentare

  1. Ja, Berlin bietet sehr viel mehr Möglichkeiten und Abwechslung als auf dem Land. Dennoch macht man es sich sehr einfach, eine Stadt als Grund für die eigene Beziehungsunfähigleit anzugeben. Das Problem liegt bei einem selbst, wie es sich die Autorin auch am Ende des Artikels selbst fragt.
    ES beginnt doch schon da, wo man vom Land in die Großstadt ziehen „muss“ um sich selbst zu verwirklichen, um anzukommen. Man fühlt sich innerlich unwohl. Man weiß nicht was man will und hofft in einer Großstadt Berlin endlich so viel Input von außen zu bekommen dass man endlich innerlich geheilt wird. Begründet auf mangelndem Selbstwert und mangelnder Selbstliebe. Diese Menschen treffen dann eben in Berlin aufeinander, natürlich gerade auf Sex Partys, denn die sind ja nochmal aufregender. Dort suchen dann eigentlich alle das Gleiche: etwas Ernstes, Festes für die Zukunft und Nähe.Doch keiner schafft es sich mal wirklich zu öffnen, aus Angst verletzt zu werden. Weil sie sich eben selbst nicht genug lieben und eine evtl Trennung nicht ertragen könnten.
    Was bedeutet denn nicht festlegen? Es bedeutet dass man seiner eigenen Meinung/ Entscheidung nicht traut. „Vielleicht kommt was besseres“. Deshalb ist die Polygamie in Berlin auch so in. Diese Menschen meinen es nicht wert zu sein dass ein anderer Mensch ihnen treu ist und versuchen deshalb auch irgendwie eine offene Beziehung zu akzeptieren. Doch beide Seiten kommen dann nicht wirklich damit klar.
    Und nun zu den Drogen… gerade auf diesen Sexpartys, gibt es niemand der keine Drogen nimmt. U warum? Weil sie mit diesen Drogen wenigstens manchmal sicher und stabil sie selbst sein können, ohne Zweifel. Endlich fühlt man sich gut genug.

    Maike / Antworten
  2. Ja, Berlin bietet sehr viele Möglichkeiten und sich Festzulegen scheint schwieriger als auf dem Land. Dennoch denke ich, dass man sich es zu einfach macht, wenn man die Stadt Berlin als Grund einer Beziehungsunfähigkeit angibt. Das Problem liegt bei einem selbst, wie die Autorin sich ja auch selbst am Ende des Artikels fragt. Dies beginnt meiner Meinung nach schon an dem Punkt wenn man das Gefühl hat, vom Land in die Großstadt ziehen zu müssen um sich zu verwirklichen. Man fühlt sich innerlich unsicher, weiß nicht was man will und sucht Input von außen und hofft dadurch endlich innerlich geheilt zu werden. Begründet auf mangelndem Selbstbewert und mangelnder Selbstliebe.
    In Berlin und gerade auf Sex Partys, weil das ja nochmal aufregender ist, treffen diese selbstunsicheren Menschen dann eben aufeinander, wollen eigentlich alle das Gleiche, etwas Ernstes, Festes und Nähe, sind aber dennoch zu feige, weil sie Angst haben, sich wirklich einem Menschen zu öffnen und das alles nur weil sie sich selbst nicht lieben. Gerade deshalb gibt es auf diesen Partys niemand der keine Drogen nimmt, denn nur damit können Sie etwas sicherer sie selbst sein.

    Maike / Antworten
  3. Glaube nicht, dass das ne Berliner Krankheit ist. Oberflächlichkeiten herrschen generell vor und es ist (für Männer) immernoch eine Frage der Optik, ob man überhaupt die Chance auf ein Date hat.

    Mit mehreren Jahren Erfahrung im „Online-Dating“, empfinde ich Menschenkataloge (=Singlebörsen) einfach als Frustrationsauslöser.
    Leider sind Frauen in meinem Umfeld äußerst rar und sollte ich doch mal eine Bekannte meiner Freunde ansprechen, darf ich mir hinterher aus-der-Nase-gezogenen Bullshit von selbigen Kumpels anhören.

    Ansonsten ist es wohl das beste, sich Hobbies zu suchen, die einen Interessieren und bei denen die Chance besteht, das andere Geschlecht zu treffen (Ist bei Frauen zwischen 20-30 etwas schwer, ich glaub die gutaussehenden verstecken sich unter der Woche mit ihrem Smartphone zum Swipen, nur um dann am Wochenende zu #bumsdiekatze im Club zu feiern.

    Peter hatte am 13.12.2017 nicht wirklich unrecht mit dem Wegwerfen des Smartphones, doch ändert das auch nichts daran, dass zu einem RealLife-„Match“ immernoch zwei gehören, und wenn die Dame, welche mir im Zug gegenüber sitzt, lieber ein Smartphone-Zombie bleibt, statt sich zu unterhalten, dann muss sie sich halt weiter mit oberflächlichen Tinderschmocks unterhalten. :D

    Also denke ich nicht, dass Smartphones das Problem sind. Eher die allgegenwärtige Angst vor sozialer Interaktion.

    hfgl. btw: Berlin suckt. IMHO.

    NMND / Antworten
  4. Offenbar dreht sich der gesamte Tagesablauf der Frau nur um Party und/oder Sex. Scheint ja ein richtig erfülltes Leben zu sein, auch eine Möglichkeit sich nicht mit dem lästigen denken beschäftigen zu müssen.

    Simon / Antworten
  5. Für mich nicht so richtig nachvollziehbar….bin selbst vor 6 Jahren zugezogene Berlinerin, habe auch ohne Tinder wilde Zeiten durchlebt und bin jetzt glückliche Mutter. Wenn es keine ernsthaft beziehungsfähigen Menschen mit Familiensinn in der Stadt gäbe, wie entstünde dann der anhaltende Babyboom in den Großstädten?

    Christina / Antworten
  6. Berlin ist groß, folglich gibt es hier mehrere Sorten an Menschen. Das Dating verändert sich und das ist auch gut so. Wer Lust aufeinander hat kann miteinander ins Bett gehen ohne dass es böse Sprüche erntet. Erst kommt der Sex und dann eventuell mal, sollte alles passen, die Beziehung. Das ist in wenig konservativen Gegenden wie Berlin natürlich besonders ausgeprägt.
    Ich finde es erfrischend leicht und klar sind auch hier bei Tinder Idioten, wie in allen anderen Städten auch. Ein „Vorher in eine Bar? Ne, maximal ne Runde um den Block“ muss man einfach blocken, fertig. Ich bin nach Berlin gezogen um sesshaft zu werden und hatte schon viele Dates (ich habe eine offene Beziehung, da datet man nun mal nebenher, Achtung – Berlin Klischee :D).
    Ich gerate eher an Männer, die sich nach etwas festem sehnen. Vielleicht daher eher eine Frage des Suchmusters oder der verinnerlichten Glaubenssätze. Eine selbst erfüllende Prophezeiung, wenn man sich zu sehr auf das konzentriert was man NICHT will.

    @Peter: Was nun auch kein Grund ist auf Smartphones zu schimpfen, WhatsApp ist nun mal das angenehmste zum Verabreden. Und dank der Online Dating Portale lernt man auch bereichernde Persönlichkeiten kennen.

    Viola / Antworten
  7. Schöner Artikel. Hat das wirklich eine Frau unter 30 geschrieben? Wenn ich eine Empfehlung geben darf: tauscht die Smartphone gegen Handys ohne Apps. Dann kommt die Lebensqualität der 80ern und 90ern zurück.

    Peter / Antworten

Sag was dazu

Das könnte Dich auch interessieren