April, April: Die berühmtesten Scherze

Menschen lachen

Der Brauch, am 1. April seine Mitmenschen reinzulegen, existiert in Deutschland schon seit über 500 Jahren. Normalerweise handelt es sich bei Aprilscherzen um eher unspektakuläre Streiche oder Witze, die innerhalb von fünf Minuten wieder aufgeklärt werden können – so richtig lustig wird es allerdings, wenn sich große Firmen an der traditionellen Verarsche beteiligen und es schaffen, mit ihren Scherzen tausende Leute zu verwirren. In den letzten Jahrzehnten hat es eine Vielzahl solcher gelungener Hoaxes gegeben.

Burger für Linkshänder

1998 verkündete die Fast-Food-Kette Burger King, sie würde einen Hamburger für Linkshänder in ihr Sortiment aufnehmen. Der Burger solle seitenverkehrt belegt sein, ansonsten aber dieselben Zutaten enthalten wie der klassische Whopper. Damit es in den Filialen nicht zu Verwechslungen komme, würde zudem eine eigene Schlange für den Linkshänder-Burger eingerichtet werden. Tatsächlich gab es einige Menschen, die sich anschließend in den Restaurants nach dem speziellen Burger erkundigten.

Das biblische Pi

Eine mathematische Konstante ändern? Nichts leichter als das, dachten sich wohl die Regierungschefs des US-Bundestaats Alabama im Jahr 1998. Angeblich wollten sie den Wert der Zahl Pi von 3,14159 auf die biblische Zahl 3,0 anpassen. Das berichtete zumindest ein Wissenschaftler namens „April Holiday“ im Newsletter der „New Mexicans for Science and Reason“ und löste damit einen Skandal aus. Letzten Endes stellte sich heraus, dass es sich bei der Berichterstattung um einen gelungenen Aprilscherz handelte: Hinter dem Pseudonym steckte der Physiker Mark Boslough, der so die extrem konservative Ausrichtung der Bildung im Bundestaat kritisieren wollte.

Aufgewachsen im Münsterland, zwischen Bauernschaften, Fahrrädern und Dorfpartys. Schreibt seit dem Kindergartenalter, von Kurzgeschichten bis hin zu News-Artikeln, liebt Musik, Sonne, gutes Essen und Gespräche über Gott und die Welt.