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Studie: Drei Monate Liebeskummer müssen reichen!

Die Wissenschaft sagt: Zwölf Wochen Liebeskummer sind mehr als genug. Länger brauche der Körper nicht, um seine Abhängigkeit zu überwinden. Ist das realistisch?

Nimm dir Zeit! Äh, naja, eigentlich eher so: Nimm dir genau drei Monate. Länger sollte das mit dem Liebeskummer nämlich angeblich nicht dauern. Das beweist jetzt eine Studie der Stony Brook Universität. Na, hätten wir das mal früher gewusst! Wie viele Stunden, Tage, ach, Monate hätten wir uns gespart. Die Tränen, all der Alkohol, die ganzen Taschentücher! Unschöne Szenen ohne Ende – gut, dass wir jetzt Bescheid wissen.

Vorbei der Irrglaube à la „Sex and the City„, das gebrochene Herz brauche die halbe Beziehungsdauer, um zu heilen. Alles Mist! Mit ein bisschen Willenskraft und der richtigen Strategie schaffen wir es also in zwölf Wochen wieder, aus dem Bett aufzustehen und rein ins Leben zu hüpfen. Drei Monate traurige Schmonzetten hören ist aber auch wirklich mehr als genug. Wir sollten uns also endlich mal zusammen reißen, sagt die Forschung.

Aber Achtung, es kommt noch schlimmer: Die Universität hat außerdem herausgefunden, dass Ablehnung in der Liebe, also auch eine einseitige Trennung, vergleichbar mit einem starken Verlangen nach Kokain ist – also einer körperlichen Abhängigkeit. Es heißt: „The findings are consistent with the hypothesis that romantic love is a specific form of addiction.“ Liebe ist also tatsächlich ein Droge – eine gesunde zwar, aber wird sie uns entrissen, haben wir Entzugserscheinungen.

 

„Stronger than yesterday!“

 

Die Wissenschaft findet also: Nach drei Monaten sind wir soweit, den ganzen Mist hinter uns zu lassen. Das ist nämlich der Zeitpunkt, an dem positive Erfahrungen in den Vordergrund treten. Zumindest ein bisschen. 71 Prozent gaben bei einer Umfrage des Journal of Positive Pschology an, abgedroschene Sätze wie „Als Person bin ich definitiv gewachsen“ oder „Ich habe viel über mich selbst gelernt“ als glaubhaft und wahr zu empfinden. Frei nach Britney Spears Klassiker: „I’m stronger than yesterday, now it’s nothing but my way. My loneliness ain’t killing me no more!“

Aber warum tut eine Trennung eigentlich so weh? Xiaomeng Xu, Forscherin an der Brown University, erklärt das ganz einfach: Weil es tatsächlich mit einem aufgeschlagenen Knie oder einer schmerzhaften Verbrennung vergleichbar ist – zumindest in deinem Gehirn. Es werden tatsächlich ähnliche Regionen aktiviert, die auch reagieren, wenn dir jemand so richtig in’s Gesicht schlägt. Ist ja auch kein Wunder: Genau so fühlt sich eine unschöne Trennung eben manchmal an.

 

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Bildquelle: tippi t über CC BY 2.0

Kommentare

  1. Ob das wirklich ganz von alleine geht? Habe da ein Buch gelesen (#Mann von Max Oppenhoff), das dem widerspricht und sagt, man muss etwas gegen die Liebe tun.

    Clas / Antworten

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