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Die „Ehe für alle“ ist da – aber fuck, kam das spät!

Endlich dürfen gleichgeschlechtliche Paare heiraten, aber warum hat das so verdammt lange gedauert?

Überall geht es voran – Deutschland zögert

 

Den ersten Schritt in Richtung „Ehe für alle“ taten die Niederlande. Schon seit 2001 sind dort gleichgeschlechtliche Ehen möglich. Länder überall auf der Welt nahmen seitdem ähnliche Gesetzesänderungen vor. Unter ihnen sind nicht nur Länder, wie Schweden, Kanada und Dänemark, sondern auch konservativere Staaten wie Südafrika, Spanien und Mexiko. 2015 traute sich sogar die USA! Deutschland hingegen zögerte.

Obwohl Deutschland sich generell als tolerant präsentiert, war die Ehe für alle keine leichte Geburt. Bis 1994 galten “Homosexuelle Handlungen” bei unter 18-jährigen unter dem Paragraf 175 im Strafgesetzbuch sogar noch als Straftat! Seitdem hat sich einiges getan. Mit der wachsenden Toleranz der Öffentlichkeit konnten Paare ihre Liebe immer freier leben, auch wenn sie weiterhin oft Opfer von Hass und Diskriminierung wurden. Doch die Institution der Ehe blieb ihnen bisher verwehrt.

 

Auf einmal ging alles ganz schnell

 

Während Parteien, wie Die Grünen, Die Linke und die SPD, sich schon seit einiger Zeit für die Gleichstellung homosexueller Paare stark machten, hielt die CDU/CSU an ihrem Standpunkt fest, dass das Grundgesetz nur die Ehe zwischen Mann und Frau vorsehe. Dieses Jahr wurde das Thema erneut so hitzig diskutiert, dass es zu einer von Merkel angeregten Abstimmung im Bundestag kam. Die Bundeskanzlerin stimmte gegen die „Ehe für alle“, die Mehrheit war jedoch davon überzeugt, dass das aktuelle Gesetz nicht mehr in unsere Zeit passt und stimmten dafür. Homo-Paare in ganz Deutschland feierten. Ein paar Monate mussten sie sich dann doch noch gedulden, bis der Beschluss auch zum Gesetz wurde. Aber seit gestern ist es offiziell und wir gratulieren allen frischen Ehepaaren und allen, die es bald sein werden!

 

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